Mess with Your Values

3. März – 29. April 2018

Eröffnung: Freitag, 2. März, 19 Uhr

Yalda Afsah, Lars Bjerre, Jeremiah Day, Annette Frick, Katrin Glanz, Nadira Husain, Wilhelm Klotzek, Andréas Lang, Annika Larsson, Zoë Claire Miller, Katrin Winkler

Kuratorinnen: Marenka Krasomil, Michaela Richter

Die Ausstellung
Mess with Your Values präsentiert die große Bandbreite an Themen und Praktiken von elf internationalen Künstler*innen, die 2017 mit dem Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats ausgezeichnet wurden. Zahlreiche Videokunstwerke, raumgreifende installative und performative Arbeiten, Gemälde, Drucke und Fotografien bieten Einblick in die künstlerische Vielfalt Berlins.

Mess with Your Values stellt Positionen vor, die sich mit Fragen des Wandels von Gesellschaft, dem Aufeinandertreffen und Austausch verschiedener sozialer Gruppen, der Anerkennung und Gleichheit aller Geschlechter sowie Formen der Geschichtsschreibung beschäftigen. Dabei hinterfragen sie normative Sichtweisen und schaffen mit künstlerischen Mitteln bewusst Brüche, die als Möglichkeitsräume erfahrbar werden.

Der Titel der Ausstellung
Mess with Your Values geht zurück auf die Musikband Joy Division. In dem Song Candidate ihres legendären Albums Unknown Pleasures besingt die Band in lakonischer wie eindringlicher Post-Punk-Manier das Aufbegehren gegen bestehende Verhältnisse und die Distanzierung von repressiven Systemen.

Mit vielfältigen Ausdrucks- und Herangehensweisen untersuchen die Künstler*innen der Ausstellung Gesellschaftsbilder, Territorien und Narrative.
Mess with Your Values klopft gewohnte Denk- und festgefahrene Wertmuster auf ihre Biegsamkeit und ihre Unschärfen hin ab. Das gezielte Verwischen von Grenzen und das Erzeugen von „Unordnung“ dienen als produktive Strategien, mit denen auf ausdrucksstarke, subversive und humorvolle Weise eine Neubetrachtung von Gemeinschaft ermöglicht wird.


Programm Kunstvermittlung

Freitag, 9. März 2018, 19 Uhr
Antimoderne Formen, gegen die Reproduktion unserer Gegenwart
Diskussion zu Kerstin Stakemeiers Buch Entgrenzter Formalismus. Verfahren einer antimodernen
Ästhetik
(b_books)
Mit Anselm Franke (Leiter Bildende Kunst und Film, Haus der Kulturen der Welt, Berlin),
Juliane Rebentisch (Professorin für Philosophie und Ästhetik, Hochschule für Gestaltung Offenbach) und Kerstin Stakemeier (Professorin für Kunsttheorie und -vermittlung, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg), moderiert von Jenny Nachtigall (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetik, Akademie der Bildenden Künste München)

Samstag, 14. April 2018, 19 Uhr
Ode To
Performance von Jeremiah Day und Discoteca Flaming Star
Ort: Park am Nordbahnhof, Ecke Spielplatz (Gartenstraße 48, 13355 Berlin)

Freitag, 20. April 2018, 19 Uhr
Möglichkeitsräume in der Kunst
Podiumsdiskussion mit Nikita Dhawan (Professorin für Politische Theorie mit Schwerpunkt Frauen-
und Geschlechterforschung, Universität Innsbruck) und
Candice Breitz (Künstlerin, Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig),
moderiert von Nuray Demir (Künstlerin, Kuratorin, Lehrbeauftragte an der Universität der Künste Berlin)
In englischer Sprache

Sonntag, 29. April 2018, 20 Uhr
Molly Nilsson
Konzert

Eintritt frei zu allen Veranstaltungen


Publikation
Zur Ausstellung erscheint eine zweisprachige Publikation (dt./engl.) in der Reihe „n.b.k. Berlin“ im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, mit einem Vorwort von Klaus Lederer und Marius Babias sowie Texten von Fatma Aydemir, Marenka Krasomil und Michaela Richter.