Vadim Zakharov / Niklas Nitschke

5. März – 26. April 2013



Vadim Zakharov, Niklas Nitschke, Ausstellungsansicht, 2013, Foto: Jens ZieheVadim Zakharov, Niklas Nitschke, Ausstellungsansicht, 2013, Foto: Jens Ziehe
Seit 2009 kooperieren Vadim Zakharov und Niklas Nitschke unter dem Namen OBAMAINBERLIN und bereisen das deutsch-polnische Grenzgebiet, das sie als „tote Zone“ durch absurde Handlungen und Aktionen mit offenem Ausgang erkunden. Die Ausstellung im Showroom des Neuen Berliner Kunstvereins präsentiert erstmals in Berlin Videodokumentationen der Aktionen, Fotografien und Artefakte dieser künstlerischen Untersuchungen.

Vadim Zakharov (*1959) lebt und arbeitet in Moskau und Berlin. Er ist einer der bekanntesten Vertreter des Moskauer Konzeptualismus und vertritt Russland auf der diesjährigen Biennale Venedig. Zakharov operiert mit Video, Fotografie, Installation, Performance, Typografie und Computergrafik und entzieht sich bewusst einer eindeutigen Interpretation. Er agiert mit fiktiven Personen – zuletzt mit dem
Törichten Pastor Zond aus Köln – die er in ständigem Perspektivwechsel zueinander in Beziehung setzt, um komplexe Narrationen entstehen zu lassen. In Affinität zur russischen Literatur des 19. Jahrhunderts verwendet er das Motiv des Scheiterns in seinen humorvollen (Selbst-)Inszenierungen.

Niklas Nitschke (*1970) lebt und arbeitet in Breslack in Brandenburg. Er entwickelt sein künstlerisches Bezugssystem nicht nur anhand von eigenen Arbeiten, sondern auch anhand von Werken Dritter. Dabei isoliert er bestimmte Elemente, die er in seinem vielgestaltigen, teilweise ephemeren Werk verdoppelt, um die Abwesenheit des Gegenstands zu erreichen sowie das Werk vom Hang zur Repräsentation zu befreien.

Kuratorin: Kathrin Becker