Gerwald Rockenschaub
751C064/045
ab 15. September 2016
Eröffnung: Mittwoch, 14. September 2016, 18 Uhr



Kuratorin: Kathrin Becker

Mit der Arbeit
751C064/045 von Gerwald Rockenschaub setzt der Neue Berliner Kunstverein seine Projektreihe zum urbanen Raum fort, für die zeitgenössische KünstlerInnen eingeladen werden, die Fassade des Gebäudes in der Chausseestraße als Interventionsfläche zu gestalten. Die neue, aus lichtechten Folien bestehende Arbeit des österreichischen Künstlers gliedert die Fassadenflächen in einem farblichen Rhythmus und ist für die Dauer eines Jahres zu sehen.

Gerwald Rockenschaub (*1952 in Linz, lebt in Berlin) arbeitete zu Beginn seiner internationalen Karriere im Feld der Neo-Geo-Malerei, die als Gegenbewegung zum Neo-Expressionismus ihr Repertoire auf geometrische Formen reduzierte, mit dem Ziel, das Werk von der Individualität der KünstlerInnenperson zu trennen. Konsequent gab Rockenschaub gegen Ende der 1980er Jahre die Arbeit mit Pinsel und Ölfarbe auf, um künftig mit Acrylglas, Klebefolien und industriell gefertigten Materialien zu arbeiten. So entstehen in Auseinandersetzung mit Kunst-und Architekturgeschichte sowie Populärkultur großformatige Arbeiten.

Gerwald Rockenschaubs Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert, zuletzt u. a. im Kunstmuseum St. Gallen (2016), in der Secession, Wien (2012) und im Kunstmuseum Wolfsburg (2011). Im Jahr 2008 präsentierte er drei großformatige Rauminstallationen in der Kunsthalle Bern und übernahm die erste Außengestaltung der temporären Kunsthalle Berlin. Ausstellungsbeteiligungen u. a.: Museum der Moderne Salzburg (2015), Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (2013), Akademie der Künste, Berlin (2012), Palais de Tokyo, Paris (2011), mumok, Wien (2010), Zachęta National Gallery of Art, Warschau (2010). 2007 war Rockenschaub mit mehreren Arbeiten auf der documenta 12 vertreten, im gleichen Jahr erhielt er den Fred-Thieler-Preis für Malerei. 1993 bespielte er mit Andrea Fraser und Christian Philipp Müller den Österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig. Seine Arbeiten sind u. a. in den Sammlungen des mumok, Wien, und des Fonds national d’art contemporain, Paris, vertreten.



Den Auftakt der Reihe von Außenprojekten mit internationalen KünstlerInnen, die den Stadtraum thematisieren, markierte Thomas Hirschhorns Arbeit 6 Feuer (2015), eine Intervention des Künstlers an der Fassade des Neuen Berliner Kunstvereins:

15. September 2015 – September 2016
Thomas Hirschhorn
6 Feuer



Kurator: Marius Babias

Thomas Hirschhorns Ausstellungen in Museen, Galerien, Projekträumen sowie seine Installationen im öffentlichen Raum dokumentieren sein gezieltes Engagement für eine breite und nicht-exklusive Öffentlichkeit. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Preis für junge Schweizer Kunst (1999), den Prix Marcel Duchamp (2000), den Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum (2003), den Joseph Beuys-Preis (2004) sowie den Kurt-Schwitters-Preis (2011).

Thomas Hirschhorn wurde 1957 in Bern / Schweiz geboren. Er studierte von 1978 bis 1983 an der Hochschule für Gestaltung in Zürich und zog 1983 nach Paris, wo er seitdem lebt. Sein Werk wurde in zahlreichen Museen, Galerien und Ausstellungen gezeigt, zuletzt u. a.: Venedig Biennale (1999; 2015); Documenta11, Kassel (2002); 27. São Paulo Biennale (2006); 55. Carnegie International, Pittsburgh (2008); Schweizer Pavillon, 54. Venedig Biennale (2011); La Triennale, Palais de Tokyo, Paris (2012); 9. Shanghai Biennale (2012); Manifesta 10, St. Petersburg (2014). 2013 präsentierte Thomas Hirschhorn das
Gramsci Monument in der Bronx in New York. Flamme éternelle, sein letztes Projekt der Reihe Presence and Production, fand 2014 im Palais de Tokyo in Paris statt. Hirschhorn veröffentlichte zahlreiche Publikationen, zuletzt: Critical Laboratory: The Writings of Thomas Hirschhorn (October Books / MIT Press, Cambridge 2013); Une volonté de faire, Thomas Hirschhorn (Éditions Macula, Paris 2015); Gramsci Monument (Koenig Books, London 2015).