Mittwoch, 16. November 2016, 14 Uhr
Artists’ Film International (AFI) 2016: Technique

Vom 15. bis 17. November 2016 zeigt das Video-Forum des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) unter dem Titel Technique eine Auswahl aus dem Programm von Artists’ Film International 2016.

Artists’ Film International (AFI) ist ein Initiativprojekt der Whitechapel Gallery in London und stellt KünstlerInnen aus den Bereichen Film, Video und Animation vor, die von internationalen Partnerorganisationen nominiert und in den jeweiligen Kunstinstitutionen präsentiert werden. Zu den beteiligten Institutionen gehören u. a.: Whitechapel Gallery, London; Istanbul Modern; Ballroom Marfa, Texas; n.b.k. Video-Forum; Museum of Modern Art, Warschau; GAMeC, Bergamo; Fundación Proa, Buenos Aires; Para/Site Art Space, Hongkong; Tromsø Kunstforening; Project 88, Mumbai; Centre for Contemporary Arts Afghanistan, Kabul; MAAT, Lissabon; Belgrade Cultural Centre; National Centre for Contemporary Arts, Moskau.

Die im n.b.k. Video-Forum präsentierten Werke sind drei thematischen Unterkapiteln zugeordnet:
Materialität, Reflexion und Sichtbarkeit.

Dienstag, 15. November 2016, 14–20 Uhr
Materialität
Karin Sander,
Sigrid 1930, 2009, 32 Sek., Loop (nominiert vom n.b.k. Video-Forum, Berlin); Mateusz Sadowski, It takes time, 2014, 3:13 Min. (nominiert vom Museum of Modern Art, Warschau); Andrés Denegri, Éramos esperados (plomo y palo), 2013, 4:14 Min. (nominiert von Fundación Proa, Buenos Aires); Rohini Devasher, Atmospheres, 2015, 9 Min. (nominiert von Project 88, Mumbai); Igor Bošnjak, EUtopia, 2015/2016, 20:13 Min. (nominiert vom Belgrade Cultural Centre).

Sigrid 1930 reflektiert mithilfe von Found-Footage-Aufnahmen die Vergänglichkeit des Mediums Film. It takes time arbeitet sich mit Stop-Motion-Animationen durch mehrere Schichten der Wahrnehmung. In Éramos esperados (plomo y palo) wird das eigene Filmmaterial zur Projektionsfläche umfunktioniert. Die Kamera in Atmospheres erlaubt einen meditativen Blick auf den sich langsam verändernden Himmel. Igor Bošnjak verbindet in EUtopia Ölmalerei mit Videotechnik und erschafft so ein alternatives Bild des europäischen Kontinents.

Mittwoch, 16. November 2016, 14–18 Uhr
Reflexion
Zeyno Pekünlü, How to properly touch a girl so you don’t creep her out?, 2015, 19:10 Min. (nominiert von Istanbul Modern); Mak Ying Tung, Disarming, 2013, 3:53 Min. (nominiert von Para/Site Art Space, Hongkong); Fareeha Ghezal, Violence Against Women, 2010, 1:40 Min. (nominiert vom Centre for Contemporary Arts Afghanistan, Kabul); The Institute For New Feeling, This is Presence, 2016, 17:19 Min. (nominiert von Ballroom Marfa, Texas)

How to properly touch a girl so you don't creep her out? entlarvt die absurden Ratschläge selbsternannter Pick-Up-Artists im Internet. In Disarming werden die natürlichen Abwehrmechanismen eines Kaktus auf die Probe gestellt. Fareeha Ghezal setzt sich in Violence Against Women auf poetische Weise mit der Suche nach der eigenen Identität auseinander. Ein unsichtbarer User klickt sich in This is Presence durch ein Netz endloser Website-Links und taucht dabei immer tiefer in eine Onlinewelt voller selbstoptimierender Produkte ein.

Donnerstag, 17. November 2016, 14–20 Uhr
Sichtbarkeit
Dimitri Venkov, Krisis, 2016, 32:26 Min. (nominiert von National Centre for Contemporary Arts, Moskau); Eva & Franco Mattes, Dark Content, 2015, 16:18 Min. (nominiert von GAMeC, Bergamo); Rachel Maclean, Germs, 2013, 3 Min. (nominiert von Whitechapel Gallery, London)

Eine Facebook-Diskussion zwischen russischen und ukrainischen KünstlerInnen über den Abriss einer Lenin-Statue wird in
Krisis als Reenactment auf die Bühne gebracht. Dark Content beleuchtet die Arbeit sogenannter Content-Moderatoren, die Soziale Netzwerke nach unangemessenen Inhalten durchforsten. Germs präsentiert eine künstliche neonfarbene Welt, in der es nichts Schlimmeres zu geben scheint, als Mikroben und Schmutz.