Donnerstag, 5. März 2015, 19 Uhr
Back to the Future – Civilizational Histories in Visual Arts

Podiumsdiskussion mit Susanne von Falkenhausen (Professorin für Neuere Kunstgeschichte, Humboldt Universität zu Berlin), Hilke Thode-Arora (Kuratorin, Museum Fünf Kontinente, München) und Judith Welter (Sammlungskonservatorin, Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich), moderiert von Britta Schmitz (Oberkustodin Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin)

Susanne von Falkenhausen ist Kunsthistorikerin und lehrt seit 1993 an der Humboldt-Universität zu Berlin Neuere Kunstgeschichte.  Sie promovierte über Futurismus und die Kunstpolitik des Faschismus in Italien und habilitierte zur italienischen Monumentalmalerei im Risorgimento. Sie forscht u. a. zur Kunst, Architektur und Macht seit der Französischen Revolution, zu Theorie und Praxis von Repräsentation, zu Rhetorik und mediale Codierung in der Kunst seit 1945 sowie zum Verhältnis von Kunstgeschichte zu Visual Studies und Cultural Studies.

Hilke Thode-Arora ist Ethnologin, die sich auf den pazifischen Raum spezialisiert hat. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen interethnische Beziehungen, außereuropäische Perspektiven zu materieller Kultur und die Sammlungsgeschichte ethnografischer Museen. Sie promovierte 1999 zu den theoretischen und methodischen Grundlagen der Forschung über interethnische Ehen. Thode-Arora hat für verschiedenen Sammlungen gearbeitet sowie Feldstudien in Neuseeland, dem Pazifischen Inselstaat Niue und Samoa durchgeführt. Für das Museum Fünf Kontinente in München hat sie die viel beachtete Ausstellung From Samoa with Love? Samoa-Völkerschauen im Deutschen Kaiserreich – eine Spurensuche (2014) kuratiert.

Judith Welter ist Kunsthistorikerin und arbeitet als Sammlungskonservatorin am Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich. Sie studierte Kunstgeschichte, Spanische Literaturwissenschaft und Religionswissenschaft an der Universität Bern. Zur Zeit promoviert Judith Welter zur Wirkung, Funktion und Präsentation von Gerücht und Anekdote in der zeitgenössischen Kunst am Institut für Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart in Bern. 

Britta Schmitz arbeitet als Oberkustodin im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin. Seit 1983 ist sie als Kuratorin der Neuen Nationalgalerie tätig und betreut seit 1996 den zeitgenössischen Bestand der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof. Zuletzt kuratierte sie für die Nationalgalerie u. a.: Gottfried Landauer. Die Maori Portraits (2014); Martin Kippenberger: sehr gut / very good (2013); Ingeborg Lüscher (2012/2013); Hans-Peter Feldmann: Die Toten (2012/2013); Tomás Saraceno. Cloud Cities (2011/2012); Who Knows Tomorrow (2010).