Donnerstag, 19. Januar 2017, 19 Uhr
Emil und die Detektive

Screening des Filmklassikers von 1931 (Regie: Gerhard Lamprecht, Drehbuch: Billy Wilder), anschließend Gespräch mit Kasper König (Künstlerischer Leiter Skulptur Projekte Münster 2017), moderiert von Marius Babias (Direktor n.b.k.)

In deutscher Sprache
Eintritt frei

Candida Höfer zeigt in der Ausstellung
Nach Berlin im Neuen Berliner Kunstverein zahlreiche neue fotografische Arbeiten und Projektionen. Der Titel der Ausstellung ist ein Zitat aus dem von Candida Höfer geschätzten Film Emil und die Detektive (1931), der aufgrund seiner filmischen Darstellung der Stadt Berlin und seinen überraschenden Wendungen bis heute große Faszination ausübt. „Nach Berlin“ kann auch die Erwartungen der BesucherInnen meinen, die – wie im Film – enttäuscht werden sollen, denn es gibt keine Fotografien von Bibliotheken zu sehen, mit denen die Künstlerin berühmt wurde. Stattdessen können neue Sichtweisen in der künstlerischen Entwicklung Candida Höfers – vom Formenreichtum zu Grundformen, vom Blick auf das vielfältige Ganze zur Konzentration auf das abstrakte Detail und von der Statik zum Bewegtbild – erfahren werden. Die Ausstellung gibt Einblick in eine Arbeitsweise, die die Künstlerin komplementär zu ihrem bisherigen Vorgehen entwickelt hat. Im Neuen Berliner Kunstverein werden die neueren Werke gezielt zueinander in Beziehung gesetzt, um auszuloten, wie es „nach Berlin“ weitergehen könnte. Nach Berlin steht für einen Neuaufbruch der Künstlerin, die sich den Erwartungen widersetzt und neue künstlerische Wege sucht.

Emil und die Detektive basiert auf dem gleichnamigen Roman / Kinderbuchklassikers von Erich Kästner (1929). Der Film zählt zu den bedeutendsten Werken der frühen Tonfilmzeit. Regie: Gerhard Lamprecht, Drehbuch: Billy Wilder, 1931, 75 min.

Der Ausstellungsmacher Kasper König (*1943 in Mettingen, lebt in Berlin) ist künstlerischer Leiter der
Skulptur Projekte Münster 2017. Er leitete von 2000 bis 2012 das Museum Ludwig in Köln. König war Mitinitiator der Skulptur Projekte Münster (1977/1987/1997/2007) sowie Gründungsdirektor der Ausstellungshalle Portikus in Frankfurt/Main (1987). Er kuratierte zahlreiche Großausstellungen, darunter u. a. Westkunst (1981), Von hier aus (1984), Der zerbrochene Spiegel (1993) und In-Between Architecture (2000). 2014 kuratierte er die 10. Manifesta in St. Petersburg. Neben seiner Tätigkeit als Ausstellungsmacher lehrte Kasper König ab 1985 an der Kunstakademie Düsseldorf und ab 1988 an der Städelschule in Frankfurt/Main, die er von 1989 bis 1999 als Rektor leitete.