Sonntag, 9. November 2014, 20 Uhr
Italienische Harfenmusik des 17. Jahrhundert

Konzert mit Loredana Gintoli, Barocke Doppelharfe

Die Harfe ist eines der ältesten bekannten Instrumente der Menschheit. Die Doppelharfe – arpa doppia – war vor allem in der Renaissance und im Barock sehr beliebt. Besonders in Neapel und Rom wurde sie als heiliges Instrument verehrt und tritt oft im Zusammenspiel mit der Orgel auf. Als größtes und schwerstes Orchesterinstrument erfordert die Doppelharfe mit bis zu 90 Saiten und einem Umfang von sechseinhalb Oktaven höchste geistige und körperliche Konzentration. Durch ihren einzigartigen sphärischen Klang hat sich die Doppel- oder Konzertharfe auch als Soloinstrument etabliert.

Loredana Gintoli (geboren in Mailand, lebt in Berlin und Mailand) studierte am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand und promovierte 1991 an der Musikhochschule in Freiburg. Anschließend begann sie ihre Zusammenarbeit mit dem Orchester des Teatro alla Scala Mailand, dem Sinfonieorchester Basel und dem Orchestra Sinfonica dell’Emilia-Romagna Arturo Toscanini. 2000 machte sie ihr Diplom in Barockharfe an der Civica Scuola di Musica in Mailand. Es folgten Soloauftritte in ganz Europa wie mit dem Ensemble für Alte Musik, Concerto Italiano, Concerto Vocale und der Akademie für Alte Musik. Sie konzertierte bei vielen internationalen Festivals, u. a. in Brügge, Paris, London, Göttingen, und wirkte mit bei der Aufnahme für
K617 – Glossa – Simphonia – Stradivarius – Tactus – Chados – Opus 111. Loredana Gintoli unterrichtet Barockharfe am Conservatorio Vincenzo Bellini in Palermo.

Gespielt werden Kompositionen von Luigi Rossi (1597-1653), Ascanio Mayone (um 1570-1627), Bernardo Pasquini (1637-1710), Domenico Zipoli (1688-1726), Giovanni Maria Trabaci (1575-1647) und Girolamo Frescobaldi (1583-1643).