Donnerstag, 30. Oktober 2014, 19 Uhr
Konzeptuelle Kunst: Von genuin zu Genre

Vortrag von Julian Heynen (Kunsthistoriker und Kurator, Künstlerischer Leiter für besondere Aufgaben, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf)

Der Vortrag von Julian Heynen im Rahmen der Ausstellung Imperium von Luca Vitone im Neuen Berliner Kunstverein wirft einen Blick auf eine Reihe von künstlerischen Positionen von den 1980er Jahren bis heute, die in der kuratorischen Praxis von Julian Heynen eine Rolle spielen. Hierzu zählen KünstlerInnen wie Franz West, Rodney Graham, Bethan Huws, Simon Starling oder Jeroen de Rijke / Willem de Rooij. Es handelt sich um KünstlerInnen, die man in einer stark erweiterten Tradition der historischen („genuinen“) Konzeptkunst verorten kann.

Julian Heynen ist Kurator und Autor für zeitgenössische Kunst. Zu seinen zahlreichen Ausstellungen seit Mitte der 1980er Jahre gehören solche mit KünstlerInnen wie u. a. Bruce Nauman, Thomas Schütte, Katharina Fritsch, Lawrence Weiner, Franz West, Andreas Gursky, Juan Muñoz, Richard Deacon, Thomas Struth, Mirosław Bałka, Luc Tuymans, René Daniels, Gregor Schneider, Rosemarie Trockel, Stan Douglas, Dominique Gonzalez-Foerster, Gerhard Richter, Thomas Ruff, Rodney Graham, Candida Höfer, Martin Kippenberger, Thomas Scheibitz, Tino Sehgal, Jeroen de Rijke / Willem de Rooij, Ayşe Erkmen, Simon Starling, Wilhelm Sasnal, Roman Ondák und Hans Arp sowie Gruppenausstellungen. Julian Heynen verfasste Texte zu diesen und anderen KünstlerInnen sowie zu Themen der Kunst ab ca. 1960. Zur Zeit ist Heynen Künstlerischer Leiter für besondere Aufgaben bei der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Er war 2003 und 2005 Kommissar des Deutschen Pavillons auf der Biennale von Venedig und 2007 Ko-Kurator der Shanghai Biennale.