Samstag, 21. Oktober 2017, 20.30 Uhr
Militarisierung des Blicks

Screening mit anschließendem Gespräch
Ort: Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin


Bilder der Welt und Inschrift des Krieges (Regie: Harun Farocki, 1988, OmE, 75 min)

Anschließend Gespräch mit Christa Blümlinger (Prof. Filmwissenschaften, Université Paris 8 Vincennes-Saint-Denis) und Nora M. Alter (Prof. Film und Medienkunst, Temple University,Philadelphia)


Bilder der Welt und Inschrift des Krieges
ist eine Reflexion über den doppeldeutigen Begriff der Aufklärung, dem Harun Farocki sich aus verschiedenen Perspektiven nähert, über die Technik, die unser Sehen bestimmt und die Bedingungen der Wahrnehmung. Wie kaum ein anderer Film bereitet Bilder der Welt und Inschrift des Krieges die Zuschauer*innen auf ihre stärker werdende Komplizenschaft mit Bildern als operative Mittel der Kriegsführung vor, der nur mit der kritischen Infragestellung der Beweiskraft des Bildes begegnet werden kann. Anhand bereits bestehender Bilder dokumentiert Farocki eine „terroristische Ästhetik“ (Paul Virilio) des optischen Reizes, die heute auf den Kontrollbildschirmen wie auch im Fernsehen mit dem eingestandenen Ziel erscheint, so wie zu Kriegszeiten den Beobachter oder Zuseher entweder zum Komplizen oder auch zum potentiellen Opfer zu machen.

Eintritt: Kinokarte (€ 7,50; Mitglieder Arsenal und n.b.k.: € 5)


Teil der
Harun Farocki Retrospektive einem Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst, dem Harun Farocki Institut, der Harun Farocki GbR, dem silent green Kulturquartier, dem Verlag der Buchhandlung Walther König, Savvy Contemporary und dem Haus der Kulturen der Welt im Rahmen der Berlin Art Week, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Informationen unter
www.harunfarockiretrospektive.org