Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr
Bilderschatz (1)

Screening mit anschließendem Gespräch mit Michael Baute (Filmtheoretiker und Autor, Berlin) und Jörg Becker (Filmtheoretiker und Autor, Berlin)
Ort: Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin


Arbeiter verlassen die Fabrik (Regie: Harun Farocki, 1995, OmE, 36 min)

Der Ausdruck der Hände (Regie: Harun Farocki, 1997, OmE, 30 min)

Anschließend Gespräch mit Michael Baute (Filmtheoretiker und Autor, Berlin) und Jörg Becker (Filmtheoretiker und Autor, Berlin)


Schon in den 70er Jahren stellte sich Harun Farocki eine „Bilderbibliothek“ vor, die wie eine öffentliche Bücherei organisiert sein und dokumentarisches Material als „visuelle Ausdrücke“ bereitstellen sollte. In den 1990er Jahren kam Farocki auf diese Idee zurück und widmete ihr drei Filme. Ausgehend von einem der ersten Topoi des Kinos, dem Fabriktor, verfolgte er in Arbeiter verlassen die Fabrik (1995) Variationen des Motivs durch die Filmgeschichte. Gemeinsam mit Medienwissenschaftlern suchte er in der Folge nach hermeneutischen oder technisch-algorithmischen Verfahren, Bilder zu sortieren und adressieren. Zusammen mit
Der Ausdruck der Hände (1997) bildet Arbeiter verlassen die Fabrik zwei Einträge in einem fiktiven Wörterbuch filmischer Ausdrücke.

Eintritt: Kinokarte (€ 7,50; Mitglieder Arsenal und n.b.k.: € 5)


Teil der
Harun Farocki Retrospektive einem Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst, dem Harun Farocki Institut, der Harun Farocki GbR, dem silent green Kulturquartier, dem Verlag der Buchhandlung Walther König, Savvy Contemporary und dem Haus der Kulturen der Welt im Rahmen der Berlin Art Week, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Informationen unter
www.harunfarockiretrospektive.org