Donnerstag, 10. Dezember 2009, 19 Uhr
Künstlergespräch

Mit Tilman Wendland (Künstler, Berlin) und Solvej Helweg Ovesen (Kuratorin, Berlin/Kopenhagen)

Die räumlichen Interventionen von Tilman Wendland zelebrieren das Vorhandene (Raum, Kunstwerke und BesucherInnen). Wendland lässt sich von dem österreichischen Künstler und Grafiker Herbert Bayer (1900–1985) inspirieren, der mit verschiedenen Mitgliedern der Bauhaus-Bewegung zusammengearbeitet hat. Untitled bezieht sich auf Bayers Herangehensweise, die das Blickfeld des Betrachters miteinbezieht. Bayers Schaubild eines Gesichtsfeldes von 360 Grad (1935) integriert den Körper des Betrachters als den zentralen Ausgangspunkt für die Ausstellungsgestaltung und platziert Tafeln im gesamten Sichtfeld, also nicht nur auf Augenhöhe, sondern auch darüber und darunter. Die im n.b.k. gezeigte Installation behandelt den Ausstellungsraum als Bühne nicht nur für Kunstwerke, sondern auch für die BetrachterInnen. Wendland verwendet leichte, einfach zu verarbeitende Materialien wie weißen Karton und Holzplatten. Die Trennwände, durch die ein Parcours gebildet wird, auf dem die BesucherInnen durch die Ausstellung geleitet werden, sind fragil und tragen Spuren der Aufbauarbeit, der Abnutzung durch die Interaktion der BesucherInnen sowie der Wirkungen der Schwerkraft

Tilman Wendland (*1969 in Potsdam) lebt und arbeitet in Berlin. Einzelausstellungen: CoCA Zentrum für zeitgenössische Kunst, Thorn (2010), Autocenter (2009) und Jet (2007), beide in Berlin, MMIII Kunstverein Mönchengladbach (2006) und Galerie Koch und Kesslau, Berlin. Gruppenausstellungen: Former State Mint, Berlin, Musée de l''Objet, Blois, Felix De Boeck Museum, Drogenbos, Diego Rivera Anahuacalli Museum, Mexiko-Stadt (alle 2008).

Freier Eintritt
In deutscher Sprache