Sonntag, 27. Januar 2013, 16 Uhr
Kunst als Krisenform (Teil 2): Geld im Krisenfall. Beispiel Griechenland

Diskussion und Workshop mit Blaumachen, Athen/Thessaloniki, Michael Heinrich (Mathematiker und Politologe, Redaktionsmitglied Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Berlin), Nikos Arvanitis (Künstler und Musiker, Athen) und den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft (Berlin), moderiert von Kerstin Stakemeier (Ko-Kuratorin Ultimate Substance)

Die Diskussionsrunde mit anschließendem Workshop soll die Fragen, die der Film von Anja Kirschner und David Panos aufwirft, auf einer konkreten politischen Ebene verhandeln. Was in Ultimate Substance als Denk- und Arbeitsform sowie geschichtliche Ahnenschaft in die Gegenwart drängt, wird an diesem Nachmittag vom Berliner Politologen Michael Heinrich, dem Athener Künstler Nikos Arvenitis zusammen mit DiskutantInnen aus zwei politischen Gruppen, den Freundinnen und Freunden der Klassenlosen Gesellschaft (Berlin) und Blaumachen (Thessaloniki/London), als brennende Fragen unserer politischen Gegenwart diskutiert. Aufgehängt an der Figur des allseitigen Tauschmittels, des Geldes, wird erörtert, inwiefern Griechenland zum Fallbeispiel einer europäischen Finanzpolitik wurde, in der die Krise des Kapitals ein weiteres Mal zur Krise der Menschen in ihm gewendet wurde. Es stellt sich die Frage, worin die Gründe hierfür zu suchen sind und was die Möglichkeiten politischer Gegenstrategien sein könnten.