Als Mitglied des Neuen Berliner Kunstvereins können Sie an den folgenden exklusiven Veranstaltungen teilnehmen – bitte melden Sie sich für Ihre Wunschtermine hier an.



23. Februar 2017, 17 Uhr
Rundgang Kulturquartier silent green
inkl. Besuch des Sichtungs-Archiv des Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.
In dem historischen Gebäudekomplex des ehemaligen Krematoriums Wedding wächst seit wenigen Jahren der neue Berliner Kulturproduktionsstandort silent green: Das in privater Trägerschaft geführte Quartier versteht sich als geschützter Raum, in dem in den verschiedensten Disziplinen und über diese hinaus gedacht, geforscht und experimentiert werden kann. Der Mieterverbund des Hauses umfasst diverse Institutionen aus den Sparten Musik, Bildende Kunst und Film; unter anderem ist das in Gründung befindliche Harun Farocki Institut hier beheimatet. Im Rahmen einer Kooperation ist ein Teil des Nachlasses von Harun Farocki in den ebenfalls auf dem Gelände verorteten neuen Archiv-Räumen des Arsenal – Institut für Film und Videokunst untergebracht, die im April 2016 eröffnet wurden. Der insgesamt rund 10.000 Filme umfassende Bestand des Archivs kann hier unter fachlicher Betreuung gesichtet und erforscht werden.
Jörg Heitmann (Filmemacher sowie Geschäftsführer und Initiator von silent green) gibt uns während eines Rundgangs durch das Quartier einen Überblick über Idee und Entwicklung des Projekts sowie die zahlreichen Aktivitäten auf dem Gelände, zu denen Konzerte, künstlerische Aktionen, Screenings, Diskussionsveranstaltungen, Seminare und Vorträge gehören. Darüber hinaus spricht Stefanie Schulte Strathaus (Filmwissenschaftlerin sowie Ko-Direktorin des Arsenal) über die Film- und Videokunst-Sammlung vor Ort und stellt die unter dem Credo eines „Living Archive“ stehende filmarchivarische Praxis des Arsenal vor.
TeilnehmerInnen: max. 15 Pers.
Ort: silent green Kulturquartier
www.silent-green.net

24. März 2017, 18 Uhr
Exklusives Screening
Mleeta von Sandra Schäfer & Gespräch mit der Künstlerin
Die Filme und Videoinstallationen von Sandra Schäfer (*1970 in Altkirchen) basieren auf zeitintensiven wie vielschichtigen Recherchen: Die Künstlerin nähert sich dem jeweiligen Gegenstand ihrer Untersuchungen von zahlreichen Seiten sowie aus ungewöhnlichen Perspektiven an, um die Komplexität der Themen, denen sie sich widmet, zu spiegeln. So führt ihre Arbeit Mleeta (2016) durch das in der gleichnamigen Stadt im Südlibanon gelegene „Museum des Widerstands“, das zur Feier des Rückzugs Israels aus dem besetzten Gebiet gegründet wurde und in propagandistischer Manier an die Kämpfe in der Region erinnert. Auf dem als Themenpark angelegten Gelände werden BesucherInnen durch nachgestellte militärische Szenen geleitet, in denen sich Episoden aus der Zeit des Konfliktes (1982–2000) wiederholen, Kriegsgerät präsentiert und gefallenen Hisbollah-Soldaten gedacht wird; Videos erzählen die Geschichte des Ortes und der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah, stellt darin das Ende der kriegerischen Auseinandersetzung als Sieg seiner Organisation dar, die das zentral auf einer Hügelspitze gelegene Mleeta als wichtige Basis nutzte. Sandra Schäfers 2-Kanal-Videoinstallation untersucht das Skript des Schauplatzes, die hier hergestellten Blickachsen, Inszenierungen und Narrative.
Im Rahmen eines Besuch ihrer Arbeitsräume über den Dächern von Berlin sowie nach einer kurzen Einführung präsentiert Sandra Schäfer uns
Mleeta (12 min) in einem exklusiven Screening und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Neuere Arbeiten der Künstlerin sind ab dem 4. März 2017 auch im Rahmen der Ausstellung der Berliner SenatsstipendiatInnen im n.b.k. zu sehen.
TeilnehmerInnen: max. 10 Pers.

29. April 2017, 17 Uhr
Rundgang Gallery Weekend Berlin
Das Gallery Weekend hat sich mittlerweile zu einem der Höhepunkte des Berliner Kunstjahrs etabliert – über 50 führende Berliner GaleristInnen laden hier zu einem dichten Programm ein, das die Vielfalt der künstlerischen Arbeit in der Stadt widerspiegelt. Zum festen Teilnehmerstab des Wochenendes gehören seit Jahren u. a. Arratia Beer, carlier | gebauer, Crone, BQ, Guido W. Baudach, Johann König, KOW, Esther Schipper, Tanya Leighton, Sprüth Magers, neugerriemschneider und Barbara Wien. Auch 2017 wollen wir wieder gemeinsam einen Rundgang durch einige ausgewählte Galerien unternehmen und uns so einen tieferen Einblick in herausragende Positionen zeitgenössischer Kunst verschaffen sowie die Berliner Galerieszene in exklusiven Gesprächen besser kennenlernen.
TeilnehmerInnen: max. 15 Pers.
– nur noch wenige Plätze verfügbar
www.gallery-weekend-berlin.de

19. Mai 2017, 17 Uhr
Atelierbesuch Andreas Greiner
Andreas Greiner (*1979 in Aachen) beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis mit naturwissenschaftlichen Phänomenen, sein Studio wird zum Labor. Er führt Studien und Experimente mit lebenden Organismen und Pflanzen durch, widmet sich der Erforschung physikalisch-biologischer Phänomene und Prozesse und führt so die Auseinandersetzung mit der Erweiterung des klassischen Skulpturbegriffs fort. Bspw. züchtet Greiner Algen und Bakterien, die im Wasser bei bestimmten Lichtverhältnissen und Bewegungen aufleuchten (Anatomy of an Instrument, 2015). Seine zeitbasierten Skulpturen zeichnen sich durch eine prozesshafte Veränderung von Form und Beschaffenheit aus. In der Werkreihe Entladung (2012–2013, darunter die Arbeit Entladung 19.2.2013, 2013, die in der Artothek des n.b.k. vertreten ist), für die Andreas Greiner mit Fabian Knecht zusammenarbeitete, führte der Künstler verschiedene Explosionen im Stadtraum durch, u. a. in der Galerie Arndt in Berlin, wo die Explosion die Fenster des Galerieraums zur Straße hin zerstörte. Die Entladung, visuell und akustisch wahrnehmbar, dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde an und thematisiert so insbesondere auch den Aspekt der Vergänglichkeit, der Greiners Arbeiten immanent ist.
2016 erhielt Andreas Greiner den GASAG Kunstpreis und präsentierte eine Einzelausstellung in der Berlinischen Galerie. Weitere Einzel- und Gruppenausstellung u. a. bei: Neuer Berliner Kunstverein (2015); KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2014); Neuer Aachener Kunstverein (2014); Neue Nationalgalerie, Berlin (2014); Art Base Momoshima (2014; 2013); Winzavod Center for Contemporary Art, Moskau (2014); Haus am Lützowplatz, Berlin (2014; 2010; 2009); 27. transmediale, Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2014); Kunsthalle Winterthur (2013); Schinkel Pavillon, Berlin (2013); Tokyo Wonder Site (2012); HAU Hebbel am Ufer, Berlin (2012); Goethe-Institut St. Petersburg (2011); Museum of Contemporary Art Tokyo (2011); Reykjavik Art Museum (2011).
TeilnehmerInnen: max. 10 Pers.

21.–23. Juli 2017
3-tägige Mitglieder-Reise zur
documenta 14
Die documenta gilt als die weltweit bedeutendste internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Gegründet von einer Gruppe von Enthusiasten in Kassel, angeführt durch den Künstler und Designer Arnold Bode, wollte sie zeigen, dass die moderne Kunst ihren Platz in der Rekonstruktion der deutschen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg hatte. Mittlerweile hat sich die documenta mit ihrem spezifischen Rhythmus und Ort zu einem Projekt mit sechzigjähriger Tradition entwickelt. Sie findet alle fünf Jahre unter wechselnder künstlerischer Leitung in Kassel statt und hat seit ihrem Beginn im Jahr 1955 Tausende von KünstlerInnen und Kulturschaffenden aus vielfältigen Kontexten und Orten rund um den Globus empfangen.
2017 findet die documenta unter dem Titel
Von Athen lernen und erstmalig gleichberechtigt an einem zweiten Schauplatz – Athen – statt. Kuratiert wird sie von einem Team unter der Leitung von Adam Szymczyk, Co-Gründer der Foksal Gallery Foundation in Warschau, in welcher er als Kurator von 1997 bis 2003 arbeitete, bis er dem Ruf an die Kunsthalle Basel folgte, wo er bis Ende 2014 fast 100 Ausstellungen organisierte. Mit Elena Filipovic kuratierte er die 5. Berlin Biennale für Zeitgenössische Kunst mit dem Titel When Things Cast No Shadow. Er ist Mitglied des Vorstands des Museums für Moderne Kunst in Warschau. 2011 erhielt er den Walter Hopps-Preis für seine kuratorische Tätigkeit an der Menil Foundation in Houston. Im November 2014 wurde er von einem unabhängigen internationalen Gremium zum Künstlerischen Leiter der documenta 14 berufen.
Im Rahmen einer 3-tägigen Gruppenreise besuchen wir die
documenta 14 in Kassel und erkunden die Vielzahl von Stimmen, die hier einbezogen werden soll.
Das Angebot umfasst:
– Anreise mit der Bahn von Berlin nach Kassel am Freitag, den 21. Juli; Rückreise am Sonntag, den 23. Juli
– 2 Übernachtungen mit Frühstück im zentral gelegenen, 3-Sterne-Superior-Hotel Deutscher Hof
– 2-Tageskarte für die
documenta 14
– Sonderführung durch die Ausstellungsorte der documenta 14 mit geschultem Personal
– umfangreiches Informationsmaterial zur
documenta 14
– Diskussionen und Hintergrundgespräche mit KünstlerInnen und anderen Ausstellungsbeteiligten
TeilnehmerInnen: 10–15 Pers.
– nur noch wenige Plätze verfügbar
Kosten: 390,- Euro p. P. im Doppelzimmer, 480,- p. P. im Einzelzimmer
Anmeldefrist für die Mitglieder-Reise zur documenta 14: 15. Januar 2017.
Bei Interesse an Nachrückerplätzen wenden Sie sich gerne an uns.


Die weiteren Termine des Mitgliederprogramms 2017 werden Ende Mai 2017 bekanntgegeben.


Der n.b.k. bietet die Möglichkeit zur Einzel-, Paar- oder Fördermitgliedschaft, sowie ermäßigte Jahresbeiträge für SchülerInnen, Studierende, Auszubildende, RentnerInnen und Erwerbslose.

Falls Sie sich für eine Mitgliedschaft im n.b.k. interessieren, finden Sie hier weitere Informationen.