Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19 Uhr
On the Relation Between Philosophy and Politics (Über das Verhältnis von Philosophie und Politik)

Vortrag von Chantal Mouffe (London) in der Reihe „Was ist Philosophie?“

Chantal Mouffe zeigt, wie unterschiedliche Herangehensweisen das Verhältnis zwischen Philosophie und Politik theoretisieren und entwickelt aus ihren Konsequenzen die Vorstellung einer radikalen Politik. In Auseinandersetzung mit den Arbeiten Jaques Rancières, Alain Badious, Antonio Negris, Roberto Espositos und anderer argumentiert Chantal Mouffe, dass ein radikal-demokratisches Projekt eine Anerkennung des Politischen in seiner antagonistischen Dimension voraussetzt und dass dies unvereinbar ist mit jeglichem Versuch, eine philosophische Basis des Politischen zu bestimmen.

Chantal Mouffe (*1943) ist Professorin für Politische Theorie an der Universität von Westminster. Ihre Lehrtätigkeit führte sie an Universitäten in Europa, Nord- und Südamerika. Darüber hinaus forschte sie u. a. in der Harvard University, Cambridge MA, und der Princeton University, New Jersey. In Paris war sie von 1989 bis 1995 Direktorin am Collège International de Philosophie. Zurzeit arbeitet sie über den Aufschwung der Rechtspopulisten in Europa und die politische Rolle des europäischen Kontinents in einer multipolaren Weltordnung. Publikationen (Auswahl):
On the Political (Abingdon/New York: Routledge, 2005); The Legacy of Wittgenstein: Pragmatism or Deconstruction (Frankfurt/Main/New York: Peter Lang, 2001). Auf Deutsch erschienen sind: Das demokratische Paradox (Wien: Turia + Kant, 2008); Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion (Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2007); Exodus und Stellungskrieg. Die Zukunft radikaler Politik (Wien: Turia + Kant, 2005); Dekonstruktion und Pragmatismus (Wien: Passagen, 1999); Hegemonie und radikale Demokratie (zusammen mit Ernesto Laclau, Wien: Passagen, 1991).

In englischer Sprache