Sonntag, 26. Januar 2014, 20 Uhr
Routines

Performance von Barbara Steppe (Künstlerin, Berlin)

Barbara Steppe (*1956 in Karlsruhe, lebt in Berlin) setzt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit dem Lebensalltag von Personen und Personengruppen auseinander. 26 Personen, die professionell im Kunstkontext arbeiten, nehmen an diesem Projekt teil. Alle TeilnehmerInnen wurden gebeten, an einem Arbeitstag im November 2013 die Tätigkeiten des Tages über 24 Stunden mit genauer Uhrzeitangabe zu protokollieren, auch Gedanken und Notize sollten in das Protokoll einfließen. Bei der Aufführung lesen die AutorInnen ihren eigenen Tagesablauf. Eine manipulierte Uhr, die in 40 Minuten 24 Stunden eines Tages durchläuft, ist Impulsgeber für den Vortrag und bestimmt den Einsatz für die einzelnen Sätze aus den zeitgebundenen Protokollen. Die AutorInnen lesen ihre Tagesprotokolle synchron. Dadurch entsteht teilweise ein gesprochener Chor. Die Dramaturgie des Stückes wird bestimmt durch einen Rhythmus aus dichten Phasen des Tages, in denen alle Beteiligten aktivs ind, und ruhigeren Momenten. Zusammen mit der Choreografin Lindy Annis koordiniert Barbara Steppe die Bewegungen der Personen im Raum. Das zentrale Element ist der gelesene Text. Bei der Performance wird nicht zwischen Bühne und Publikum getrennt. Der Ausstellungsort des Neuen Berliner Kunstvereins ist prädestiniert für eine Begegnung zwischen Akteuren aus dem Kunstkontext und einem Publikum aus demselben professionellen Umfeld.

mit Ingrid Buschmann (Kuratorin, Freunde Guter Musik e.V., Berlin), Kerstin Drechsel (Künstlerin, Berlin);Arnold Dreyblatt (Künstler, Professor für Medienkunst, Muthesius Kunsthochschule Kiel, Berlin), Birgit Effinger (Ko-Leiterin Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Berlin), Thomas Fischer (Galerist, Berlin), Heiner Franzen (Künstler, Berlin), Peter Funken (Kurator, Berlin), Asta Gröting (Künstlerin, Professorin für Bildhauerei, HBK Braunschweig, Berlin) Leiko Ikemura (Künstlerin, Professorin für Malerei, UdK Berlin), Veronika Kellndorfer (Künstlerin, Berlin), Nina Koidl (Galeristin, Berlin), Hannah Kruse (Kunstwissenschaftlerin, Leiterin Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Berlin), Käthe Kruse (Künstlerin, Berlin), Nicola Kuhn (Redakteurin, Der Tagesspiegel, Berlin), Adrian Lohmüller (Künstler, Berlin), Hanne Loreck (Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaft und Gender Studies, HfbK Hamburg, Berlin / Hamburg), Christiane Meixner (Redakteurin, Der Tagesspiegel, Berlin), Matt Mullican (Künstler, Professor für Bildhauerei, HfbK Hamburg / New York / Hamburg), Ursula Sax (Künstlerin, Berlin), Britta Schmitz (Kuratorin Hamburger Bahnhof — Museum für Gegenwart, Berlin), Daniel Schreiber (Autor, Kunstkritiker, Berlin), Valerie Smith (Kuratorin, Berlin), Sassa Trülzsch (Galeristin, Berlin), Marco Poloni (Künstler, Berlin), Gigiotto Del Vecchio (Galerist, Berlin), Ivo Wessel (Sammler, Berlin).

Choreographie: Lindy Annis und Barbara Steppe
Möbel: Hans-Peter Jochum

26 Mitwirkende, 40 Minuten, eine manipulierte Uhr