Freitag, 13. Januar 2012, 19 Uhr
Stationenkino

Diskussion mit Stuart Comer (Filmkurator Tate Modern, London), Ulrike Ottinger (Filmemacherin, Berlin) und Katharina Sykora (Prof. Kunstgeschichte, HBK Braunschweig), moderiert von Ian White (Filmkurator, Künstler, Berlin)

Das „Stationenkino“ (Ulrike Ottinger) verflicht Ideen über die kulturelle und soziale Funktion des Geschichtenerzählens im Verhältnis zu physischen Bewegungen wie Migration und Reisen sowie mit den gemeinschaftlichen und persönlichen Bedürfnissen, mit Tradition und Intervention, um die narrative Funktion des Films selbst und dessen Potentialität zu diskutieren. Im „Stationenkino“ wird ein Model für ein Erzählkino vorgeschlagen, welches als ein Fortschreiten zwischen Stasis (Ortsgebundenheit) und Bewegung (Nomadentum) sowie zwischen Kontemplation und der Entwicklung des Plots beschrieben werden könnte. Das Verhältnis von Statik und Bewegung stellt einen Bezugsrahmen zur ständigen Erneuerung des Kinos her, ein „Gerüst“ zum Auffüllen mit reichen Alternativen an Bildern im Gegensatz zum von der Werbung produzierten und entleerten Überfluss. Bilder, die Vergangenheit und Zukunft gleichzeitig vergegenwärtigen. (Ian White)


In englischer Sprache, Eintritt frei