Donnerstag, 12. Dezember 2013, 18 Uhr
Eine Anleitung zum Widerstand

Vortrag von Harald Welzer (Professor für Transformationsdesign, Universität Flensburg; Direktor Stiftung Futurzwei, Berlin), anschließend Besuch der Brecht-Weigel-Gedenkstätte im Brecht-Haus

Der Sozialpsychologe und Autor Harald Welzer (*1958 in Bissendorf bei Hannover, lebt in Berlin) ist Mitbegründer und Direktor der Stiftung Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit in Berlin. Seit 2012 ist er als Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg tätig, ferner lehrt Welzer an der Universität St. Gallen sowie als Gastprofessor an der Universität Witten/Herdecke. Seit 2008 leitet er die Projekte „Katastrophenerinnerung“ und „Shifting Baselines“ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Transformationsforschung, der kulturwissenschaftlichen Klimaforschung sowie im Bereich der Erinnerungs- und Gewaltforschung. Neben seiner Lehrtätigkeit ist Welzer als Autor tätig, seine Bücher wurden in 21 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien Selbst Denken. Eine Anleitung zum Widerstand (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2013). Aufsehen erregten seine Bücher Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2011); Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2008); Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2005) und „Opa war kein Nazi!“ Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2002, mit Sabine Moller und Karoline Tschuggnall). Im Anschluss an seinen Vortrag zur Ausstellung Über die Freundschaft von Andreas Slominski findet gemeinsam mit Harald Welzer eine Führung in der Brecht-Weigel-Gedenkstätte statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.