Arno Brandlhuber


Arno Brandlhuber (*1964 in Wasserlos, lebt und arbeitet in Berlin) arbeitet unter dem Namen Brandlhuber+ an Bauprojekten, die die Erhaltung von Heterogenität und kostengünstiges Bauen mit möglichst geringen Mieten anstreben. Er beschäftigt sich eingehend mit dem 1977 von Oswald Mathias Unger angeregten Stadtmodell Das grüne Archipel – Die Stadt in der Stadt, das die gegensätzlichen Entwürfe von Le Corbusier und Guy Debord überlagerte. Das Stadtmodell war auch Ausgangspunkt seiner Ausstellung Archipel im n.b.k. (2012). Mit CMYK 14/40/80/20 zeigt Brandlhuber auf, wie das politische Farbspektrum Berlins zu einer Einheitsfarbe verschwimmt. Mischt man die Signaturfarben von SPD, Grünen, CDU, Linke und FDP zu je gleichen Teilen, ergibt sich ein Braunton. Im Kontext des Berliner Wahlkampfs 2011 wurde dieser Braunton in Form von monochromen Farbplakaten, Tageszeitungen und Websites in den öffentlichen Raum getragen. Neben Beteiligungen an der Architekturbiennale in Venedig (2012, 2008, 2006, 2004), der Gestaltung des deutschen Pavillons zusammen mit Thomas Demand auf der São Paulo Biennale (2004) und weltweiten Präsentationen seiner Entwürfe, erhielt Brandlhuber zahlreiche deutsche und internationale Architekturpreise, u.a.: Brandenburgischer Baukulturpreis (2015); Deutscher Architekturpreis (2015); BDA-Preis-Berlin 2012; Architekturpreis der Stadt Kopenhagen (2007); Kölner Architekturpreis (2006).



CMYK 14/40/80/20
2011, Poster, 84 × 59,5 cm, Auflage 100, signiert und nummeriert
150 Euro Mitglieder, 250 Euro Nichtmitglieder