Rosemarie Trockel

Atheismus

Rosemarie Trockels (*1952 in Schwerte, lebt und arbeitet in Köln) künstlerische Arbeit in den Medien Zeichnung, Malerei, Installation, Skulptur, Fotografie und Video spiegelt gesellschaftliche Fragestellungen wider und fordert Prämissen heraus, die den westlichen philosophischen, theologischen und wissenschaftlichen Diskursen zugrunde liegen. Indem sie sich von den Systemen distanziert, die die soziale und sexuelle Identität von Frauen definieren, attackiert sie kulturell geschlechtsspezifische Zwänge und Normen. Ihre Bildwelt ist eine Transformation und Gegenüberstellung von „Zeichen“ aus den Bereichen Wissenschaft, Konsumdenken und Alltagsleben, die zu einer Art Inventar werden, wobei Fragen nach Sexualität, Identität und Werk besondere Bedeutung zukommen. Atheismus reiht sich ein in eine Serie von Digitaldrucken, in denen sie eigene Arbeiten mit manipulierten Jugendfotos Dritter montiert. Ihre Werke waren u. a. zu sehen: Moderna Museet, Stockholm (2016); Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2015); Serpentine Gallery, London (2013); New Museum of Contemporary Art, New York (2012); Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (2012); Kunsthalle Zürich (2012); documenta 13 und 10, Kassel (2012, 1997); Venedig Biennale (2011, 1999, 1996); Skulptur Projekte Münster 07 (2007); Museum Ludwig, Köln (2005/06); Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main (2003); Moderna Museet, Stockholm (2001), Deutscher Pavillon, Venedig Biennale (1999), Istanbul Biennale (1999, 1995); Kunsthalle Hamburg (1998).



Atheismus
2014, Digitaldruck, 60 × 60 cm, Auflage 30 + 5 AP, signiert und nummeriert
1.100 Euro Mitglieder, 1.400 Euro Nichtmitglieder