Vadim Zakharov

DANAË

Vadim Zakharovs (*1959 in Duschanbe / UdSSR, lebt und arbeitet in Berlin und Moskau) Arbeit DANAË bezieht sich unmittelbar auf seinen Beitrag zur Venedig Biennale 2013 im Russischen Pavillon. Im griechischen Danaë-Mythos wohnt Zeus seiner in einem Verlies eingesperrten Geliebten in Form eines Goldregens bei. Zakharov adaptiert dieses Motiv, das als Allegorie auf den global operierenden Finanzkreislauf zentraler Bestandteil seiner Installation ist. Vadim Zakharov ist einer der bekanntesten Vertreter des Moskauer Konzeptualismus. Er operiert mit Video, Fotografie, Installation, Performance, Typografie und Computergrafik und entzieht sich bewusst einer eindeutigen Interpretation. Er agiert mit fiktiven Personen – zuletzt mit dem „Törichten Pastor Zond“ aus Köln – die er in ständigem Perspektivwechsel zueinander in Beziehung setzt, um komplexe Narrationen entstehen zu lassen. In Affinität zur russischen Literatur des 19. Jahrhunderts verwendet er das Motiv des Scheiterns in seinen humorvollen (Selbst-)Inszenierungen. Vadim Zakharov ist Träger des Kandinsky-Preises (2009), des Innovation-Preises des National Centres for Contemporary Art, Moskau (2006), und des Griffelkunst-Preises, Hamburg (1995). 2013 ist Zakharov Repräsentant Russlands auf der Venedig Biennale. Projekt und Errichtung des Theodor W. Adorno Denkmals, Theodor W. Adorno Platz, Frankfurt/Main (2003). Einzelausstellungen (Auswahl): Neuer Berliner Kunstverein (mit Niklas Nitschke, 2013); Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau (2006); Stella Art Gallery, Moskau (2004); Galerie Hohenthal & Bergen, Berlin (1998); Kölnischer Kunstverein (1995); Galerie Sophia Ungers, Köln (1989-1996); Kunstverein Freiburg (1989).



DANAË
2013, Holz, Karton, Textil, Münzen, 11,4 × 100 × 3,5 cm, Auflage 7 + 2 AP, signiert und nummeriert
800 Euro Mitglieder, 1.000 Euro Nichtmitglieder