FRANEK (Sabine Franek-Koch)

Verzeichnis

FRANEK ist Malerin, Zeichnerin und Grafikerin. Plastiken, Fotografien, Filme und Dokumentation ergänzen ihr Werk. Sie lehrte an der Universität der Künste Berlin; Aalto University School of Arts, Design and Architecture in Helsinki; am Institute of Design and Fine Art in Lahti; und an der Hochschule für Künste Bremen. Durch Reise- und Recherchestipendien, u. a. Djerassi Foundation, USA; Casa da Cultura, Portugal; Künstlerstätte Bleckede, Deutschland und Fundación Valparaíso, Spanien, unternimmt sie ausgedehnte Reisen. In den 1970er und 1980er Jahren arbeitet sie mit indigenen Kulturen, in Mexico, Guatemala und Honduras. In der Wüste von Nazca (Peru) assistiert sie der Mathematikerin Maria Reiche bei der Vermessung von Spiralen und entwickelt das Nazca-Projekt, das von den Super8-Filmen In den Zeichen 1 & 2 (1981) begleitet wird. Bei den Sicangu Sioux (Lakota) in der Rosebud Reservation zeichnet sie für das Übersee-Museum Bremen die Rituale auf (Lakota Tagebuch, 1983). Bestandteil ihres Maya-Projekts ist die Arbeit Verzeichnis: Die Erforschung der Mayaglyphen gab FRANEK den Anstoß, ihr Studium alter Zeichen auszuweiten und sich mit Zeichen aus der frühen Menschheitsgeschichte zu beschäftigen. Sie listete Zeichen auf einer 55 m langen und 40 cm breiten Papierrolle auf, die später in einem schützenden Acrylglaskasten ihren Aufbewahrungsort fand. Die als Verzeichnis betitelte Arbeit erinnert in ihrer äußeren Erscheinung an alte Schriftrollen (Elisabeth Voigtländer). Angeregt durch den Filmcharakter dieses Objekts entstand der Videofilm Verzeichnis zusammen mit dem Neuen Berliner Kunstverein.