Als Mitglied des Neuen Berliner Kunstvereins können Sie an den folgenden exklusiven Veranstaltungen teilnehmen – bitte melden Sie sich für Ihre Wunschtermine hier an.



Mitgliederprogramm Winter 2018 – Frühjahr 2019

16. November 2018, 17 Uhr
Exklusive Künstler*innenführung mit Thomas Scheibitz und Kathrin Sonntag im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2016 als bedeutender Kunststandort in Neukölln etabliert. Im Maschinenhaus einer ehemaligen Brauerei beheimatet, werden hier unter der Leitung von Andreas Fiedler bis zu vier Ausstellungen gleichzeitig gezeigt. Anfang September 2018 eröffneten gleich zwei Einzelausstellungen mehrfach ausgezeichneter Künstler*innen: Thomas Scheibitz – Plateau mit Halbfigur sowie Kathrin Sonntag – Things Doing Their Thing. Thomas Scheibitz (*1968 in Radeberg), der seine Werke 2005 im Deutschen Pavillon auf der Venedig Biennale präsentierte, arbeitet im Spannungsfeld zwischen Skulptur und Malerei. Als Basis für seine Entwürfe nutzt er das eigene Materialarchiv, das sich aus Objekten, Skizzen, Videos und Fotografien zusammensetzt. Für das Kesselhaus im KINDL schuf er eine neue ortsspezifische Arbeit, eine 8,5 Meter hohe Skulptur, bestehend aus sieben verschiedenen Elementen, die der Künstler speziell an die Architektur vor Ort angepasst hat. Kathrin Sonntag (*1981 in Berlin), die 2009 mit dem Swiss Art Award geehrt wurde, demonstriert mit ihrer Schau, wie gewohnte Wahrnehmungsweisen irritiert werden können. Ihre Fotoinstallationen formulieren provisorische Antworten auf unterschiedlichste Alltagsprobleme. Erweitert durch Objekte im Ausstellungsraum ergeben sich ungewohnte Kombinationen, die den Betrachter*innen weitere Interpretationsansätze und neue Sichtweisen auf vermeintlich Bekanntes bieten.
Im Rahmen einer exklusiven Führung für Mitglieder des n.b.k. führt Andreas Fiedler, Direktor des KINDL und Kurator beider Ausstellungen, in die Präsentationen vor Ort ein. Im Anschluss stellen uns die Künstler*innen Kathrin Sonntag und Thomas Scheibitz selbst ihre Werke näher vor.

Teilnehmer*innen: max. 15 Pers.
Kosten: 5 Euro pro Person
Ort: KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst


23. Januar 2019, 17.30 Uhr
Atelierbesuch Christian Falsnaes

Christian Falsnaes (*1980 in Kopenhagen) ist bekannt für seine performativen Arbeiten, mit denen er bewusst Grenzen überschreitet. Unter Einbezug weiterer Medien wie Zeichnung, Fotografie, Video und Malerei schafft er immersive Kollektiv-Aktionen, bei denen die Besucher*innen selbst zu Akteur*innen werden. Der 2015 für den Preis der Nationalgalerie nominierte Künstler präsentierte im Frühsommer 2018 im Krefelder Kaiser Wilhelm Museum mit
Force eine großangelegte Einzelausstellung, in deren Rahmen er unter anderem die Aktion ICON uraufführte. In dieser wurden die Besucher*innen angehalten, eigens angefertigte Repliken berühmter Kunstwerke aus der museumseigenen Sammlung zu zerstören und aus dem entstandenen Chaos wiederum neue Arbeiten zu schaffen. Falsnaes interessiert sich dabei vor allem für Gruppendynamiken: Ab welchem Punkt entscheiden sich passive Betrachter*innen, ihren Standpunkt zu verlassen und ins Geschehen einzusteigen? Zugleich setzt sich Falsnaes in seiner künstlerischen Praxis mit Fragen der Autorschaft sowie den Mechanismen des Kunstmarktes auseinander. Mit seiner Werkreihe Time / Line / Movement schafft er seit 2013 zeichnerische Arbeiten – darunter auch eine Edition für den Neuen Berliner Kunstverein – die von den Käufer*innen kopiert werden sollen. Die Vorlagen werden im Anschluss verbrannt und die Interpretation wird zum Original, welches bei einem eventuellen Weiterverkauf wiederum kopiert und verbrannt wird.
Wir treffen Christian Falsnaes in seinem Berliner Studio, wo er uns Einblicke in seine tägliche Praxis ermöglicht sowie im Gespräch Auskunft über Hintergründe seiner Performances gibt.

Teilnehmer*innen: max. 15 Pers.
Ort: wird nach Anmeldung bekannt gegeben


14. Februar 2019, 17 Uhr
Kuratorenführung: Raphaela Vogel in der Berlinischen Galerie

Raphaela Vogel (*1988 in Nürnberg) kreiert mit ihren Arbeiten komplexe Welten, für die sie performative Elemente, Video und Skulptur zu raumgreifenden Installationen zusammenführt. Im Fokus steht dabei das Verhältnis von
Körper, Raum und Technologie. Ihre Videos, in denen die Künstlerin oftmals selbst die zentrale Hauptdarstellerin ist, verknüpfen fantastische, bildgewaltige Elemente mit surrealistischen Sequenzen. Filmische und reale Welten verschmelzen dabei: Objekte aus den Videoarbeiten tauchen mitunter auch im Ausstellungsraum auf; von der Künstlerin umgebaute Projektoren werden zu autarken, skulpturalen Objekten. 2015 präsentierte Vogel im Bonner Kunstverein ihre erste Einzelausstellung
Raphaela und der große Kunstverein. Schon im Titel wird das Interesse
von Vogel an der Auseinandersetzung mit institutionellen Räumen und ihrer Rolle als Künstlerin deutlich. Ab dem
30. November 2018 eröffnet in der Berlinischen Galerie im Rahmen des
Videoart at Midnight Festivals ihre erste Einzelausstellung in einer Berliner Institution.
Olaf Stüber, Kurator der Ausstellung und Mitinitiator des Kinoprojekts
Videoart at Midnight, empfängt uns zu einem exklusiven Rundgang durch die Ausstellung von Raphaela Vogel, bei dem wir aus erster Hand mehr über das Werk der Künstlerin erfahren.

Teilnehmer*innen: max. 15 Pers.
Ort: Berlinische Galerie


20. März 2019, 17.30 Uhr
Atelierbesuch Alicja Kwade

Alicja Kwade (*1979 in Kattowitz) hinterfragt mit ihrer künstlerischen Praxis das Verhältnis von Fiktion und Realität. In ihren Werken setzt sie sich mit naturwissenschaftlichen, philosophischen und ökonomischen Phänomen auseinander und beleuchtet dabei unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit genauso wie gesellschaftliche Konventionen. Dafür arbeitet sie medienübergreifend mit Skulptur, Video sowie Raum- und Lichtinstallation. 2008 wurde sie mit dem Piepenbrock-Förderpreis für Skulptur ausgezeichnet; 2015 bekam sie den Hectorpreis der Kunsthalle Mannheim verliehen; 2017 war sie Teilnehmerin der Venedig Biennale, auf der sie ihre Arbeit
WeltenLinie präsentierte. Im Sommer 2018 zeigte der Neue Berliner Kunstverein im Showroom ihre Werkreihe „Being...“. Hierfür kopierte Kwade handschriftlich eine Vielzahl von Briefen berühmter Persönlichkeiten, legte ihre angefertigten Kopien professionellen Graphologen vor und stellte deren Gutachten zusammen mit den originalen Briefen sowie den Kopien aus. Die Arbeit mit Materialeigenschaften, Darstellungsweisen und damit verbundenen Erwartungshaltungen ist dabei typisch für Kwades Vorgehen und ihre Beschäftigung mit unterschiedlichen Wirklichkeitsebenen sowie ihre Versuche, Interpretationsmuster, scheinbare Gesetzmäßigkeiten und soziale Vereinbarungen in Form skulpturaler Hypothesen greifbar zu machen.
Exklusiv für die Mitglieder des n.b.k. öffnet Alicja Kwade ihr Atelier und spricht mit uns über einzelne Werke. Im direkten Austausch haben wir Gelegenheit, mehr über ihre Arbeitsweise sowie vergangene und aktuelle Projekte zu erfahren.

Teilnehmer*innen: max. 15 Pers.
Ort: wird nach Anmeldung bekannt gegeben


28. April 2019, 15 Uhr
Rundgang Gallery Weekend Berlin

Das Gallery Weekend ist seit seinem Beginn im Jahr 2005 kontinuierlich gewachsen und zählt längst zu den spannendsten Ereignissen des Berliner Kunstjahres. Mit mehr als 50 teilnehmenden Galerien bietet das Wochenende einen einmaligen Einblick in die vielfältige Kunstproduktion der Hauptstadt. Auch 2019 wollen wir wieder einen gemeinsamen Rundgang durch ausgewählte Berliner Galerien unternehmen. Dafür vereinbaren wir exklusive Führungen und Gespräche mit Galerist*innen, die uns einen tieferen Einblick in wichtige künstlerische Positionen ermöglichen.

Teilnehmer*innen: max. 15 Pers.
Ort: wird nach Anmeldung bekannt gegeben


21.–24. Juni 2019
4-tägige Mitglieder-Reise zur 58. Venedig Biennale

Die Biennale di Venezia gilt als das unangefochtene Zentrum zeitgenössischer Kunst. Ihre Geschichte reicht bis in
das Jahr 1893 zurück, als der Stadtrat von Venedig beschloss, eine Überblicksausstellung italienischer Kunst mit zweijährlichem Rhythmus zu etablieren. 1895 fand die erste Ausgabe der Schau statt, die von Beginn an ein großer Publikumserfolg war und sich – mit dem Konzept der Weltausstellung als Vorbild – schnell rasant vergrößerte. Heute präsentieren über 28 Länder aktuelle künstlerische Positionen in ihren nationalen Pavillons.
Kurator der Venedig Biennale 2019 ist Ralph Rugoff. Der gebürtige New Yorker ist seit elf Jahren Direktor der Hayward Gallery in London und hat bereits die Kunstbiennale in Lyon verantwortet. Zu seinen Plänen für Venedig erläutert er: „In einer Zeit, in der die digitale Verbreitung gefälschter Meldungen und ‚alternativer Fakten‘ den politischen Diskurs und das Vertrauen, von dem dieser abhängt, zersetzt, sollten wir innehalten, wann immer dies möglich ist, um unsere Aufgabenstellung zu überdenken. [...] Die 58. Venedig Biennale soll ihr Publikum zu einer erweiterten Erfahrung des tiefen Engagements, der Absorption und des kreativen Lernens, das Kunst ermöglicht, anregen.“
Im Rahmen einer 4-tägigen Gruppenreise besuchen wir die 58. Venedig Biennale und erkunden die besonderen Kunstorte der Lagunenstadt – nicht nur auf dem Biennale-Areal.
Das Angebot umfasst:
– Hin- und Rückflug Berlin-Tegel – Venedig mit EasyJet in der Economy Class, inkl. aller Gebühren und 1 Aufgabege-
päckstück bis 15 kg (gegen Aufpreis bis 23 kg)
– Bootstransfer bei Ankunft und Abflug: Flughafenanleger Darsena – Hotelanleger
– 3 Übernachtungen im Centro Culturale Don Orione Artigianelli, Venedig
– 3 x italienisches Frühstück
– City-Tax Venedig
– öffentliche Verkehrsmittel (Vaporetti) in Venedig (72 h Karte)
– Stadtspaziergang am 1. Tag mit örtlicher deutschsprachiger Reiseleitung
– Besichtigungen und Eintrittsgelder: Biennale (1 x Giardini, 1 x Arsenale), Frarikirche, Kirche San Zaccaria, Santa
Maria Assunta und Santa Fosca
– umfangreiches Informationsmaterial zur 58. Venedig Biennale
– Hintergrundgespräche mit Ausstellungsbeteiligten
– Ausflug zur Insel Torcello inkl. Mittagessen

Teilnehmer*innen: 10–20 Pers.
Kosten: 1.185,- Euro p. P. im Doppelzimmer; 1.245,- Euro p. P. im Einzelzimmer (max. 5), ggf. plus Reiserücktrittskostenversicherung, falls gewünscht

Die Reise findet nur bei ausreichender Teilnehmer*innenzahl statt. Ausführliche Informationen zur Reise sowie den Zahlungsmodalitäten werden Ihnen nach der Anmeldung zugesandt.

Für die Mitglieder-Reise zur 58. Venedig Biennale bitten wir um verbindliche Anmeldung bis 5. November 2018.



Die Termine des Mitgliederprogramms der zweiten Jahreshälfte 2019 werden im April 2019 bekanntgegeben.



Der n.b.k. bietet die Möglichkeit zur Einzel-, Paar- oder Fördermitgliedschaft, sowie ermäßigte Jahresbeiträge für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Rentner*innen und Erwerbslose.

Falls Sie sich für eine Mitgliedschaft im n.b.k. interessieren, finden Sie hier weitere Informationen.



Archiv / Frühere Veranstaltungen im Mitgliederprogramm des Neuen Berliner Kunstvereins (Auswahl):

Besuch der Julia Stoschek Collection Berlin

Besuch der Berlin Biennale inkl. Begrüßung durch Gabriele Horn und Führung
Sonderführung durch den Deutschen Bundesrat
Geführter Rundgang Gallery Weekend Berlin
Ausstellungsrundgang und Gespräch mit Berliner Senatsstipendiat*innen
Besuch der Feuerle Collection inkl. Führung
Führung durch die Ausstellung zum Preis der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof
Atelierbesuch Elmgreen & Dragset
Kurator*innengespräch im n.b.k. anlässlich der
Harun Farocki Retrospektive
Ausstellungsbesuch und -gespräch bei Savvy Contemporary
Berlin Art Week: Besuch der Ausstellung von Monica Bonvicini in der Berlinischen Galerie
Teilnahme an einer Probe zum Projekt
Aggregate von Alexandra Pirici & Gespräch mit der Künstlerin
Mitglieder-Reise zur
documenta 14
Geführter Rundgang zum Performing Arts Festival Berlin
Atelierbesuch Andreas Greiner
Exklusives Screening
Mleeta von Sandra Schäfer & Gespräch mit der Künstlerin
Geführter Rundgang Kulturquartier silent green inkl. Besuch des Sichtungs-Archiv des Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.
Atelierbesuch Nasan Tur
Atelierbesuch Rosa Barba
Berlin Art Week: Führung über die Kunstmesse abc
Führung zu ausgewählten Orten des Project Space Festival Berlin
Rundgang Universität der Künste Berlin
Besuch und Führung Salon Dahlmann
Atelierbesuch Christine Fenzl
Atelierbesuch Dirk Bell
Besuch der Ausstellung
Wohnungsfrage im Haus der Kulturen der Welt inkl. Kurator*innen-Führung
Künstlerinnengespräch mit Mariana Castillo Deball in der Galerie Barbara Wien
Kuratorengespräch mit René Block und Marius Babias
Studiovisit Olafur Eliasson
Berlin Art Week: Besuch ausgewählter Projekträume
Mitgliederreise zum Nordstern Videokunstzentrum, Gelsenkirchen & Museum Folkwang, Essen
Besuch und Führung Sammlung Haubrok / Fahrbereitschaft, Berlin-Lichtenberg
Offspaces-Tour: Neukölln
Atelierbesuch Adrian Lohmüller, Gespräch mit dem Kurator Frank Wagner
Besuch des Performance-, Film- und Kunstprojekts
Galaxy Khmer von Michael Laub / Remote Control Productions in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer, Phare Ponleu Selpak Association und BIT Teatergarasjen, Bergen