The Magic of the Gesture (Laces)


Still


1989, 00:03:46, PAL, schwarz-weiß, Ton


In Perjovschis frühen Arbeiten stand der physische Körper als Akteur und Wissensspeicher im Zentrum. Bewusst entschied sie sich, die eigene Wohnung, den Stadtraum oder auch die Universität als Ort für ihre Aktionen zu nutzen. So auch für das performative Experiment The Magic of the Gesture (Laces) (1989), das sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit im November 1989 mit 12 Studierenden verschiedener Fakultäten an der Kunstakademie von Bukarest realisierte. Die Künstlerin wickelt Bänder um die Arme und Beine der im Kreis sitzenden Teilnehmer*innen, sodass jede*r mit je vier anderen Personen verbunden ist und jede individuelle Bewegung sich auf die gesamte Gruppe auswirkt. Mit der Zeit und in Abhängigkeit von den Bewegungen wird der Druck durch die Bänder stärker: „Manche versuchen aufzustehen, anfangs verfangen sie sich im Netzwerk, aber sie entledigen sich der Bänder, als diese unerträglich werden. Manche bereuten die Verschnürungen, die Verbindungen, andere nicht.” „Some try to stand up, they get caught in the network at the beginning but they undo their laces when these become unbearable. Some regretted the laces, the connections, others didn’t.” (Lia Perjovschi) Begleitet wurde die Aktion von den Improvisationen des Jazz-Musikers Decebal Badila.