Mona Hatoum

15. September – 13. November 2022



Mona Hatoum in ihrem Studio in London, 2019 © Foto: Mizuho Miyazaki & The Japan Art Association, The Sankei Shimbun
Kurator*innen: Marius Babias, Kathrin Becker, Julia Wallner

Mit der Ausstellung
Mona Hatoum präsentieren drei Berliner Institutionen das facettenreiche Werk von Mona Hatoum (* 1952 in Beirut, lebt in London) erstmalig in Deutschland in einer groß angelegten Überblicksausstellung. Die dreiteilige Ausstellung findet ab September im Neuen Berliner Kunstverein (14.9.2022 – 13.11.2022), im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst (18.9.2022 – 14.5.2023) und im Georg Kolbe Museum (14.9.2022 – 8.1.2023) statt. Thematisiert wird der Einfluss von Hatoums Arbeiten auf aktuelle Diskurse um Körperpolitiken und Migration sowie die Herausbildung neuer skulpturaler Tendenzen in der Gegenwartskunst.

Hatoum gilt als eine der wichtigsten und einflussreichsten Künstler*innen der Gegenwart. Im Zentrum ihrer Performances, Videos, Fotos, Skulpturen und Installationen steht die Auseinandersetzung mit Vertreibung, Marginalisierung und staatlicher Gewalt – Themen, denen sie sowohl vor dem Hintergrund der eigenen Biografie als auch im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen nachgeht. Die Ausstellung im n.b.k. richtet den Blick auf Hatoums Beschäftigung mit der physischen und psychischen Einschreibung struktureller Repressionen, die sich in privaten Szenen ebenso wie in globalen Szenarien manifestiert. So verwandelt Hatoum Gegenstände aus der häuslichen Sphäre in Objekte potentieller Bedrohung und setzt gezielt kartografische Formate ein, um die Fluktuation von Menschen durch Flucht und Migration zu adressieren.