Hito Steyerl

23. November 2019 – 26. Januar 2020



Hito Steyerl, Ausstellungsansicht n.b.k., 2019: Hito Steyerl, THIS IS THE FUTURE, 2019; 
POWER PLANTS, 2019. Courtesy die Künstlerin; n.b.k.; Andrew Kreps Gallery; Esther Schipper. Foto © n.b.k. / Jens ZieheHito Steyerl, Ausstellungsansicht n.b.k., 2019: Hito Steyerl, THIS IS THE FUTURE, 2019; 
POWER PLANTS, 2019. Courtesy die Künstlerin; n.b.k.; Andrew Kreps Gallery; Esther Schipper. Foto © n.b.k. / Jens ZieheHito Steyerl, Ausstellungsansicht n.b.k., 2019: Hito Steyerl, THIS IS THE FUTURE, 2019; 
POWER PLANTS, 2019. Courtesy die Künstlerin; n.b.k.; Andrew Kreps Gallery; Esther Schipper. Foto © n.b.k. / Jens ZieheHito Steyerl, Ausstellungsansicht n.b.k., 2019: MISSION ACCOMPLISHED: BELANCIEGE, 2019, Giorgi Gago Gagoshidze, Hito Steyerl und Miloš Trakilović. Courtesy die Künstlerin; n.b.k.; Andrew Kreps Gallery; Esther Schipper. Foto © n.b.k. / Jens ZieheHito Steyerl, Ausstellungsansicht n.b.k., 2019: MISSION ACCOMPLISHED: BELANCIEGE, 2019, Giorgi Gago Gagoshidze, Hito Steyerl und Miloš Trakilović. Courtesy die Künstlerin; n.b.k.; Andrew Kreps Gallery; Esther Schipper. Foto © n.b.k. / Jens ZieheHito Steyerl, Ausstellungsansicht n.b.k., 2019: MISSION ACCOMPLISHED: BELANCIEGE, 2019, Giorgi Gago Gagoshidze, Hito Steyerl und Miloš Trakilović. Courtesy die Künstlerin; n.b.k.; Andrew Kreps Gallery; Esther Schipper. Foto © n.b.k. / Jens ZieheHito Steyerl, 2017 © Foto: Trevor Paglen. Courtesy Hito Steyerl, Andrew Kreps, New York, und Esther Schipper, Berlin
Kurator: Marius Babias

Hito Steyerl, die unsere Welt in Zeiten von Hyper-Kapitalismus, digitalem Lebenswandel, Globalisierung und zunehmenden politischen Krisen künstlerisch und gesellschaftstheoretisch reflektiert, gehört zu den einflussreichsten Künstler*innen der Gegenwart. 2009 präsentierte sie im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) ihre erste Einzelausstellung in einer deutschen Institution, in deren Folge die Monografie
Hito Steyerl (2010) und die Essaysammlung Hito Steyerl. Jenseits der Repräsentation (2016) vom n.b.k. herausgegeben wurden. 2019, im Jahr des 50. Gründungsjubiläums des Neuen Berliner Kunstvereins, widmet der n.b.k. ihr erneut eine Einzelausstellung, welche die Videoinstallation This is the Future (2019) gemeinsam mit der speziell für die Ausstellung entstandenen, raumgreifenden Arbeit MISSION ACCOMPLISHED: BELANCIEGE präsentiert. Zusammen mit den Künstlern Giorgi Gago Gagoshidze (*1983 in Kutaissi / Georgien) und Miloš Trakilović (*1989 in Tuzla / Bosnien und Herzegowina) entwickelte Steyerl im Rahmen der Ausstellung eine neue Lecture, in der ihre Beschäftigung mit kapitalistischen Produktionsverhältnissen, Konsumkultur und Kommodifizierungsmechanismen fortgeführt wird. Die Ausstellung ermöglicht den Besucher*innen, die Dringlichkeit und Aktualität von Steyerls künstlerisch-politischer Praxis und ihren Themenschwerpunkten zu erfahren. Die Arbeit This is the Future wird durch die Augmented-Reality-App PowerPflanzenOS erweitert, welche den Besucher*innen kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

Zur Nutzung von PowerPflanzenOS:
PowerPflanzenOS ist eine Augmented-Reality-App (AR) für elektronische Geräte.
PowerPflanzenOS macht die kreisenden Fußnoten im Nahinfrarotbereich der Installation sichtbar.

– Die App
PowerPflanzenOS ist nur im App Store und Google Play Store verfügbar (tut uns leid). Du kannst sie über dein Mobilgerät oder Tablet herunterladen.* Solltest du die App nicht herunterladen können, wende dich gerne an das Aufsichtspersonal oder benutze die Tablets des n.b.k.

PowerPflanzenOS wird die Nutzung der Kamerafunktion deines Geräts anfragen, um alle AR-Funktionen zu aktivieren. Die App sammelt und speichert keine Daten und zeichnet auch keine Bewegungen auf.

– Peile eine der beiden vom Boden erhöhten Siegel-Animationen an. Scanne ein Siegel mit deinem Gerät, um das vollständige Bild zu sehen. Sollte dir dies nicht gelingen oder solltest du Apps oder Downloads nicht ausstehen können, stehen jederzeit
LED-Texte und Handouts zur Verfügung. Du kannst auch deinen Nachbar innen über die Schulter schauen, nachdem du um Erlaubnis gebeten und dich freundschaftlich vorgestellt hast. Dieser Hack wird wärmstens empfohlen und könnte mit etwas Glück dein Leben verbessern. Diese App ist zu 100 % frei von FOMO (Fear of Missing Out – Angst, etwas zu verpassen) – außer für Personen, die lediglich Englisch sprechen, da in dieser Version der App nur die vier meistgesprochenen Sprachen Berlins vertreten sind, um das lokale Publikum anzusprechen. Nicht jammern, einfach Arabisch lernen oder überhaupt was.

– Tippe und halte Texte gedrückt, der besseren Lesbarkeit halber.

– Solltest du zu irgendeinem Zeitpunkt die
AR-Texte nicht mehr sehen können, folge den Anweisungen auf deinem Gerät oder starte die App neu. Dies wäre auch ein hervorragender Zeitpunkt, dein Telefon in die Toilette zu werfen, solltest du dies nicht ohnehin vorgehabt haben.

*Geräte müssen über iOS 11 oder Android 8.0 mit ARCore-Unterstützung verfügen.


Biografisches
Hito Steyerl wurde 1966 in München geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Dokumentarfilm und -theorie an der Academy of Visual Arts in Tokio (1987–1990) sowie an der Hochschule für Fernsehen und Film München (1992–1998) und promovierte in Philosophie an der Akademie der Bildenden Künste Wien (2003). Seit 2011 lehrt sie als Professorin an der Universität der Künste Berlin. Einzelausstellungen (Auswahl): Kunstmuseum Basel (2018); The Institute for Contemporary Art, Boston (2017); Kunsthall Charlottenborg, Kopenhagen (2016); LUMA Foundation, Arles (2016); Museum of Contemporary Art, Los Angeles (2016); Bank, Shanghai (2015); Tensta Konsthall, Stockholm (2015); Institute of Modern Art, Brisbane (2015); Artists Space, New York (2015); Museum of Art, Dallas (2015); Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (2015); Van Abbemuseum, Eindhoven (2014); Institute of Contemporary Arts, London (2014); Künstlerhaus Stuttgart (2014); Museo Universitario de Arte Contemporaneo, Mexiko-Stadt (2014); Museum of Contemporary Arts San Diego (2013); Art Institute of Chicago (2012); Overgaden Institute of Contemporary Art, Kopenhagen (2013); Chisenhale Gallery, London (2010); Villa Stuck, München (2010); Henie Onstad Art Centre, Oslo (2010); Neuer Berliner Kunstverein (2009). Gruppenausstellungen (Auswahl): 58. Venedig Biennale (2019); Skulptur Projekte Münster (2017); Hasselblad Center, Goeteborg (2016); 32. São Paulo Biennale (2016); Kunsthal Aarhus, (2016); Moderna Museet, Stockholm (2016); Gwangju Biennale (2016); Whitechapel Gallery, London (2016); Kunsthalle Wien (2015; 2014); ZKM, Karlsruhe (2015); Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich (2015); 56. Venedig Biennale (2015); Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (2015); Museum of Modern Art, New York (2014); Stedelijk Museum, Amsterdam (2014, 2013); Walker Art Center, Minneapolis (2013). Zudem nahm Steyerl an der documenta 12 (2007) teil.


Diskursprogramm

Online-Präsentation, Donnerstag, 21. November 2019, 19 Uhr
MISSION ACCOMPLISHED: BELANCIEGE
Stream der Lecture von Giorgi Gago Gagoshidze, Hito Steyerl und Miloš Trakilović
auf www.nbk.org

Donnerstag, 28. November 2019, 19 Uhr
Bild und Repräsentation im Werk von Hito Steyerl
Podiumsdiskussion mit Nora M. Alter (Professorin für Film und Medienkunst, Temple University,
Philadelphia) und Klaus Theweleit (Kulturtheoretiker, Freiburg), moderiert von
Doreen Mende (Kuratorin und Theoretikerin, Harun Farocki Institut, Berlin / University
of Art and Design, Genf)
In deutscher und englischer Sprache

Sonntag, 26. Januar 2020, 20 Uhr
Kassem Mosse

Konzert


Eintritt frei zu allen Veranstaltungen