Uferhallen Kunstaktien

2. März – 28. April 2019

Eröffnung: Freitag, 1. März, 19 Uhr

Uferhallen, 2019 © Jens Ziehe
Stefan Alber, Stefka Ammon, Florian Balze, John Bock, Monica Bonvicini, Peter Dobroschke, Valérie Favre, Agathe Fleury, Heiner Franzen, Robert Gfader, Asta Gröting, Harriet Groß, Katharina Grosse, Gregor Hildebrandt, Raimund Kummer, Adrian Lohmüller, Jennifer Oellerich, Rainer Neumeier, Manfred Peckl, Karin Sander, Hansjörg Schneider, Nasan Tur, Julien Villaret

Kurator: Arkadij Koscheew

Präsentation aus der Sammlung der n.b.k. Artothek

Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble der Uferhallen ist einer der zentralen Standorte der Berliner Kunst- und Kulturproduktion und beherbergt neben Konzerträumen, Tanzprojekten, Theaterinszenierungen, Tonstudios und Proberäumen die Ateliers von über 60 Künstler*innen. Die Kunstaktien sind ein im Jahr 2011 von Hans-Martin Schmidt und Ingrid Jonda gestartetes Projekt – beide waren von 2007 bis 2017 Gründer*innen und Entwickler*innen der Uferhallen AG auf dem ehemaligen Fabrikgelände in Wedding – mit dem Ziel, das langfristige Bestehen der Uferhallen als Kulturort zu sichern und Immobilienspekulation zu verhindern. 132 Künstler*innen gestalteten insgesamt 3.300 Aktien für die in eine Publikumsgesellschaft umgewandelte Uferhallen AG. Durch Erwerb und Streuung der Anteile sollte ein Mitspracherecht bei der zukünftigen Nutzung des Atelierstandorts gesichert werden.

Im Sommer 2017 wurde das Uferhallen-Areal von einer Investorengruppe übernommen. Angesichts der neuen Besitzverhältnisse ist der Fortbestand der Uferhallen als Produktionsort für zeitgenössische Kunst ein zentrales kulturpolitisches Anliegen. Auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Bezirksamt Mitte erwarb der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) für die Sammlung der Artothek 20 Kunstaktien von auf dem Gelände der Uferhallen arbeitenden Künstler*innen.

Mit der Präsentation von insgesamt 24 Kunstaktien – 4 erwarb der n.b.k. bereits 2011 – soll das einzigartige Projekt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und gewürdigt werden. Die Ausstellung thematisiert darüber hinaus den experimentellen Ansatz der Kunstaktien als originäre Kunstwerke und Kapitalanlagen zugleich sowie ihr Ziel, die Existenz von dauerhaft bezahlbaren Räumen für zeitgenössische Kunstproduktion und Kunstpräsentation zu sichern.





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von links nach rechts: Yael Graetz, Robert Haag, Ricard Larsson, Tristan Pranyko, Elena Alonso Fernandez, Helene Romakin, Nicolai Huch, Bettina Scholz, Moritz Hirsch, Heiner Franzen, Stefka Ammon, Asta Gröting, Susanne Zeile, Stefan Alber, Rainer Neumeier, Christian Maier, Robert Gfader, Jakob Zoche, Jennifer Oellerich, Peter Dobroschke, Harriet Groß, Maria Eichhorn, Hansjörg Schneider, Rosa Barba, John Bock, Manfred Peckl.