Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19 Uhr
Kerstin Honeit: Meming Architectures – Schlösser, Silos und queere Cowboys

Screening und Gespräch mit Kerstin Honeit und Nanna Heidenreich

In deutscher Sprache
Eintritt frei

In ihren Videoarbeiten beschäftigt sich Kerstin Honeit u. a. mit Architektur als Speichermedium unterschiedlicher hegemonialer Konstruktionen. So wird in der Arbeit
my castle your castle die Baustelle des Berliner Stadtschlosses zur Bühne: Am Beispiel und vor dem Hintergrund des umstrittenen Projekts werden Fragen nach den gesellschaftlichen Architekturen hinter den Räumen und ihren geschichtlichen Anrufungen formuliert. In Honeits neuester Arbeit ist eine gigantische Silo-Anlage in Montreal Ausgangspunkt für Überlegungen zu Politiken des Bewahrens, die im Video in Szene gesetzt werden. Basierend auf ersten Ausschnitten aus der SILO5 benannten Arbeit sowie im Rückgriff auf das Video my castle your castle, sprechen Nanna Heidenreich und Kerstin Honeit über Architekturen des Speicherns und die in Honeits künstlerischer Forschung immer wiederkehrenden Themen Arbeit, Sprache und Gesten des Drag.

Kerstin Honeit studierte bildende Kunst und Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit 2014 unterrichtet sie an der Kunsthochschule Kassel. Ihre Arbeiten waren zuletzt u. a. zu sehen: Off Biennale Cairo (2018); Videoart at Midnight, Berlin (2018); Moscow Museum of Modern Art (2018); La Centrale, Montreal (2018); Bärenzwinger, Berlin (2018); Schwules Museum, Berlin (2018); Internationale Kurzfilmtage Oberhausen (2017); Berlinische Galerie (2017); SixtyEight Art Institute, Kopenhagen (2017).

Nanna Heidenreich ist Medienkulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Professorin für Digital Narratives/Theory an der Internationalen Filmschule Köln. Als Kuratorin war sie u. a. tätig im Rahmen des Forum Expanded der Berlinale (2009–2017) und am Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2015–2017), seit 2018 ist sie Mitglied der Akademie der Künste der Welt, Köln. Zu ihren Arbeitsfeldern gehören kritische Migrationsforschung, postkoloniale Theorie, Politik und Kunst, sowie feministisches, queeres und experimentelles Kino.

Die Produktion von
SILO5 wurde gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.