Mittwoch, 6. November 2019, 14 Uhr
Artists’ Film International 2019: Gender

14 Uhr – 18 Uhr, Präsentation im n.b.k. Video-Forum
Gender and Tradition


Das Video-Forum des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) zeigt vom 5. bis 7. November 2019 das Programm von Artists’ Film International 2019, das dieses Jahr die Thematik Gender beleuchtet. Artists’ Film International ist ein Initiativprojekt der Whitechapel Gallery in London und präsentiert Künstler*innen aus den Bereichen Film, Video und Animation. Sie werden von internationalen Partnerorganisationen vorgeschlagen und mit ausgewählten Werken in den beteiligten Kunstinstitutionen vorgestellt. Zu den beteiligten Institutionen gehören u. a.: Ballroom Marfa, Texas; Bonniers Konsthall, Stockholm; Cultural Centre of Belgrade; Fundación Proa, Buenos Aires; GAMeC – Galleria d'Arte Moderna e Contemporanea di Bergamo; Hammer Museum, Los Angeles; Hanoi Doclab; Istanbul Modern; MAAT – Museu de Arte, Arquitetura e Tecnologia, Lissabon; Istanbul Modern; Museum of Modern Art, Warschau; Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.); Para Site, Hongkong; Project 88, Mumbai; Tromsø Center for Contemporary Art; Whitechapel Gallery, London; Center for Contemporary Art, Kabul und KMW Art Center, Peking.

Die im n.b.k. Video-Forum unter dem Titel
Gender präsentierten Werke sind drei thematischen Unterkapiteln zugeordnet: Gender in Transition, Gender and Tradition sowie Technologies of Gender.

Mittwoch, 6. November 2019, 14–18 Uhr
Gender and Tradition

Theresa Traore Dahlberg, The Ambassador’s Wife, 2017, 20 min, ausgewählt von der Bonniers Konsthall, Stockholm
Atefa Hesari,
Safed Sar, 2019, 11 min, ausgewählt vom Centre for Contemporary Arts, Kabul
Senem Gökçe Oğultekin,
Dun (Home), 2018, 13:13 min, ausgewählt vom Istanbul Modern
Evelyn Taocheng Wang,
The Interview, 2017, 10:40, ausgewählt vom KWM Art Center, Peking
Phoebe Boswell,
The words I do not have yet, 2018, 11:18 min, ausgewählt von der Whitechapel Gallery, London

The Ambassadors Wife von Theresa Traore Dahlberg zeigt die Frau des französischen Botschafters in Ouagadougou, Burkina Faso im Zwiespalt zwischen einem privilegierten Leben im Luxus und der Unzufriedenheit angesichts eines verpassten Lebenstraumes. Safed Sar von Atefa Hesari präsentiert eine junge Protagonistin in einem iranischen Dorf bei ihrer Auseinandersetzung mit der unantastbaren männlichen Gemeinschaft und der Geschichte weiblichen Widerstands. In Dun (Home) lässt Senem Gökçe Oğultekin zwei Tänzerinnen die Ruinen der armenischen Stadt Ani an der Grenze zur Türkei performativ erkunden und so die Überreste einer lange vergangenen staatenübergreifenden Verbindung erforschen. In The Interview von Evelyn Taocheng Wang entspinnt sich in den Räumen eines Museumsarchivs ein Gespräch über die Fetischisierung des Körpers in der klassischen europäischen Kunst. Phoebe Boswells The words I do not have yet stellt wiederum den “Khanga”, ein traditionelles afrikanisches Kleidungsstück mit symbolischer Bedeutung, als Gegenstand einer Tradition weiblicher Imagination vor.