Donnerstag, 28. April 2022, 19 Uhr
Auction House. A performance about un-performance

Performance von und mit Navild Acosta (Künstler und Aktivist) und Fannie Sosa (Künstler*in und Aktivist*in), mit Special Guest Thioro Niang
In englischer Sprache, Eintritt frei

Für Veranstaltungen und Führungen gilt aktuell FFP2-Maskenpflicht und die 3G-Regel

Navild Acosta und Fannie Sosa betreiben gemeinsam das transdisziplinäre Projekt
Black Power Naps: In Installationen, Performances, Filmen, gemeinschaftsbasierten Projekten sowie Publikationen verhandeln sie die Unterdrückung von QTBIPOC (Queer, Trans, Black, Indigenous People of Color) und erforschen Erholung als subversive Form des Widerstands. Black Power Naps bezieht sich auf historische Aufzeichnungen, die den Einsatz von Schlafentzug als Mittel der Unterwerfung von Sklav*innen dokumentieren, sowie auf aktuelle US-amerikanische Studien (u. a. des Pew Research Centers in Washington, D.C., und der Stanford University in Kalifornien), die ein eklatantes Schlafdefizit von BIPOC identifizieren. Wissenschaftler*innen führen dies insbesondere auf eine strukturelle Diskriminierung zurück, die etwa vermehrte Arbeitsstunden aufgrund schlechterer Bezahlung nach sich zieht oder den Zugang zu Wohnungen in ruhiger Lage erschwert. Mit warmem Licht, weichen Materialien und einer beruhigenden Klanglandschaft lädt die Installation Chill Pill X Black Power Naps von Navild Acosta und Fannie Sosa in der Ausstellung Thunder in Your Throat Besucher*innen dazu ein, eine Pause vom Ausstellungsrundgang einzulegen und sich Entspannung und Regeneration hinzugeben. Die immersive Raumlandschaft wird von Acosta und Sosa zusammen mit Performer*in Thioro Niang in Auction House. A performance about un-performance aktiviert, die zu Erholung als Reparation aufruft und den Müßiggang zelebriert.

Das Projekt
Black Power Naps wurde in zahlreichen internationalen Institutionen präsentiert u. a.: Museum of Art and Design Miami Dade College, Miami (2020); Sophiensaele, Berlin (2020); Performance Space New York (2019); Matadero Madrid (2018). 2019 präsentierten Acosta und Sosa das Projekt beim Creative Capital Artist Retreat am Bard College, New York.


Navild Acosta (*1988 in New York) ist ein multidisziplinär arbeitender Künstler und Aktivist. Seine Texte wurden in zahlreichen Magazinen veröffentlicht, u. a.
Performance Journal, VICE, Brooklyn Magazine, Apogee Journal und BOMB Magazine. Acostas Performances, Installationen und Workshop-Formate wurden u. a. präsentiert: Ford Foundation Gallery, New York (2021, mit Fannie Sosa); KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2016); Tate Modern, London (2016, mit Fannie Sosa); New Museum, New York (2015). Parallel zu seiner künstlerischen Praxis hat er im Rahmen seiner Antirassismus-Arbeit Fortbildungen für Kulturproduzent*innen an der New York University, dem Vassar College, New York, und bei Movement Research, New York, durchgeführt.

Fannie Sosa (*1992 in Buenos Aires) arbeitet als interdisziplinäre*r Künstler*in und Aktivist*in und forscht als Doktorand*in. Sosas Schriften hinterfragen binäre Epistemologie, akademischen und institutionellen Rassismus und geschlechtsspezifische wirtschaftliche Ungleichheiten; 2020 veröffentlichte Sosa den Online-Ratgeber
A White Institutions Guide For Welcoming Artists Of Color And Their Audiences. Sosa partizipierte in Festivals wie Dice, Berlin (2018), präsentierte Werke in Institutionen wie der Ford Foundation Gallery, New York (2021, mit Navild Acosta) und richtete Workshops an mehreren Kunsthäusern aus, u. a. articule, Montreal (2021); Mousonturm, Frankfurt/Main (2016) und Tate Modern, London (2016, mit Navild Acosta).