Claire Fontaine

Untitled (to do)

Claire Fontaine (gegründet 2004 in Paris, leben und arbeiten in Palermo) ist ein Künstler*innen- und Autor*innenkollektiv, das 2004 in Paris gegründet wurde und in den Medien Skulptur, Installation, Malerei und Videokunst arbeitet. In ihren Werken untersucht Claire Fontaine die Probleme und Paradoxa des Kapitalismus sowie Erfahrungen der Fremdheit. Im Zusammenhang mit dem von Claire Fontaine geprägten Begriff „Ready-Made Artist“ problematisiert die Gruppe zudem den Begriff der Autorschaft und hinterfragt Formen der künstlerischen Subjektivierung. Ihren Namen übernahm sie von einer bekannten französischen Schulheftmarke. Mit der ebenfalls ein Papierprodukt und Schreibutensil in den Mittelpunkt rückenden Edition Untitled (to do), 2016, persifliert Claire Fontaine den zeitgenössischen Imperativ der Effizienz sowie dessen kommerzielle Vermarktung – in der vorgedruckten Erledigungsliste finden sich statt tatsächlicher Aufgaben nur krakelige Linien. Die unlesbaren Kugelschreibereinträge variieren zwischen kindlichem Spiel, Verweigerung und Betriebsamkeit. Zuletzt wurden Claire Fontaines Arbeiten u.a. gezeigt: Neuer Berliner Kunstverein (2017); Schirn Kunsthalle Frankfurt (2014); Jewish Museum, New York (2013); CCA Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco (2013, 2009); Manifesta, Genk und Rovereto (2012; 2008); Museion, Bolzano (2012; 2006); Istanbul Biennale (2011; 2007); Moskau Biennale (2011); Witte de With, Rotterdam (2008); Palais de Tokyo, Paris (2007).



Untitled (to do)
2016, Fine Art-Print auf Photo Rag, 160 × 106 cm, Auflage 3 + 2 AP, Zertifikat

2.400 Euro Mitglieder, 2.700 Euro Nichtmitglieder