John Bock


Das multimediale Werk von John Bock (*1965 in Gribbohm/Deutschland, lebt in Berlin) steht in der Traditionslinie von Dadaismus, Joseph Beuys und Fluxus und basiert auf einer steten Entgrenzung des Werkbegriffs. Ebenso stützt sich sein Œuvre auf einen humorvollen Umgang mit Sprache und zeichnet sich durch Wortschöpfungen, Lautmalerei sowie überraschende Kombinationen aus. 3D-Collagen, wie die Edition, die 2019 für den Neuen Berliner Kunstverein entstand, integrieren häufig Relikte aus Live-Aktionen, Installationen oder Filmen des Künstlers. So auch beim angebotenen Unikat, darin findet sich ein Set-Foto aus dem eineinhalbstündigen Western Hell’s Bells (2018), das Lars Eidinger als zynischen Bösewicht zusammen mit der Statistin Lea Gocht zeigt. Zusammen mit Eidinger inszenierte Bock 2020 Peer Gynt an der Berliner Schaubühne. Seit 2004 lehrt John Bock Bildhauerei an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe. Seine Werke waren zuletzt u. a. zu sehen: Kunsthalle Mannheim (2019); Deichtorhallen, Hamburg (2019); Neuer Berliner Kunstverein (2019); Marta Herford (2017); Kunstmuseum Wolfsburg (2016; 2013; 1999); Solomon R. Guggenheim Museum, New York (2015); Bundeskunsthalle, Bonn (2013); Städel Museum, Frankfurt/Main (2012); Venedig Biennale (2013; 2005; 2003; 1999); New Museum, New York (2010; 2007); Museum of Modern Art, New York (2009; 2006); documenta, Kassel (2002).



Ohne Titel
2019, 3D-Collage, Karton, Foto, Socke, Silikon, Sprühfarbe, Wollfaden, Wattestäbchen, Verpackungsteile, 82 × 40 × 24 cm, Unikat, Zertifikat
5.200 Euro Mitglieder, 5.500 Euro Nichtmitglieder