Thomas Bayrle


Thomas Bayrle (*1937 in Berlin, lebt in Frankfurt/Main) steht in der Tradition der Pop Art und vervielfältigt in seinen Arbeiten Motive aus den Massenmedien in der Weise, dass das Einzelbild in verdichteten Metastrukturen aufgeht. Die ornamentalen Muster verwendet Bayrle als Elemente in Druckgrafiken, in Skulpturen oder setzt sie als Tapete im Raum ein. Seine Werke sind künstlerische Kommentare zu Machtverhältnissen und Kontrollsystemen. Der Druck Himmelfahrt greift ein jahrhundertealtes christliches Grundmotiv auf, das darüber hinaus in der für Bayrle typischen Multiplikation von verkleinerten Figuren Darstellungen der Schutzmantelmadonna zitiert, wie sie besonders im Zuge mittelalterlicher Volksfrömmigkeit beliebt waren. Bayrle lehrte von 1975 bis 2002 an der Städelschule in Frankfurt/Main. Seine Arbeiten waren u. a. zu sehen: Sant’Andrea de Scaphis, Rom (2019); New Museum, New York (2018); Lenbachhaus, München (2016); Museum Wiesbaden (2016); Museum für angewandte Kunst, Wien (2017); Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main (2014); The Artist’s Institute, New York (2013); Neue Nationalgalerie, Berlin (2013); Museum Ludwig, Köln (2012); Kistefos Museet, Oslo (2011); Kunsthaus Graz (2010); MACBA – Museu d’Art Contemporani de Barcelona (2009). Darüber hinaus nahm Bayrle u. a. an der documenta (2012; 1977) und an der Venedig Biennale (2009) teil.



Himmelfahrt
2020, Fine Art-Print, 45 × 60 cm, Auflage 20 + 5 AP, signiert und nummeriert
2.900 Euro Mitglieder, 3.200 Euro Nichtmitglieder