Thomas Hirschhorn


Thomas Hirschhorn (*1957 in Bern, lebt und arbeitet in Paris) studierte von 1978 bis 1983 an der Hochschule für Gestaltung in Zürich und zog 1983 nach Paris, wo er seitdem lebt. Er ist Träger zahlreicher internationaler Auszeichnungen, darunter Preis für junge Schweizer Kunst (1999), Prix Marcel Duchamp (2000), Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum (2003), Joseph Beuys-Preis (2004) und Kurt-Schwitters-Preis (2011). Hirschhorn versteht Kunst als ein Werkzeug, um die politisch, ökonomisch und kulturell überdeterminierte (Medien-)Wirklichkeit zu analysieren. Flat Daddy (John Heartfield) nimmt Bezug auf die lebensgroßen Fotografien, die in den USA von Militärangehörigen im Dienst angefertigt werden, um den Angehörigen die lange Abwesenheit zu erleichtern bzw. im Todesfall sie in ihrer Trauer zu unterstützen. Sein Werk wurde in zahlreichen Museen, Galerien und Ausstellungen gezeigt u. a.: Venedig Biennale (2015, 1999); Manifesta 10, St. Petersburg (2014); Palais de Tokyo, Paris (2014); Gramsci-Monument Pavillon, New York (2013); Shanghai Biennale (2012); Schweizer Pavillon, Venedig Biennale (2011); Carnegie International, Pittsburgh (2008); São Paulo Biennale (2006); Documenta 11, Kassel (2002).



Flat-Daddy (John Heartfield)
2008, Karton, Fotokopie, Klebeband, 88 × 65 cm, Auflage 11, signiert und nummeriert
4.900 Euro Mitglieder, 5.400 Euro Nichtmitglieder