VALIE EXPORT. Der virtuelle Körper. Vom Prothesenkörper zum postbiologischen Körper

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n.b.k. Diskurs Band 14 – VALIE EXPORT. Der virtuelle Körper. Vom Prothesenkörper zum postbiologischen Körper

Herausgegeben und mit Beiträgen von Marius Babias und Sabine Folie.

248 Seiten, mit farb. Abb., Klappenbroschur, Deutsch/Englisch, 19,80 Euro / 15,00 Euro (Mitglieder), Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2020, ISBN 978-3-96098-857-1


VALIE EXPORTs Drehbuch Der virtuelle Körper. Vom Prothesenkörper zum postbiologischen Körper wurde im Zuge der Archivarbeit zur Ausstellung VALIE EXPORT. Forschung – Archiv – Werk im Neuen Berliner Kunstverein erstmals zum Vorschein gebracht und in der Folge umfänglich erschlossen. Einer gemeinsamen Anstrengung des Neuen Berliner Kunstvereins und des VALIE EXPORT Center Linz ist es zu verdanken, dass dieses verdichtete, aus einer universalen Materialiensammlung zusammengesetzte Skript nun herausgegeben werden kann. Ihrer Zeit voraus, nahm VALIE EXPORT darin die Verortung des Körpers im digitalen Kapitalismus und dessen Interaktionen mit Neuen Medien, Künstlicher Intelligenz und Social Media vorweg. Die Bedeutung und das Verdienst von Der virtuelle Körper. Vom Prothesenkörper zum postbiologische Körper liegt unter anderem im Beharren darauf, dass das Expanded Cinema angesichts der symbolischen Instabilität von Unterhaltungskino, Privat- und Digitalfernsehen (sowie aus heutiger Sicht YouTube, Instagram, TikTok und weiteren Broadcast-Yourself-Anbietern), die nur noch den Widerspruch zur Wirklichkeit abzubilden vermögen, weiterhin Aktualität beansprucht.

VALIE EXPORT (*1940 in Linz, lebt und arbeitet in Wien) gilt als eine der wichtigsten Vertreter*innen konzeptueller Medien-, Performance- und Filmkunst, sie prägte mit ihren feministischen und medienkritischen Werken Generationen von nachfolgenden Künstler*innen nachhaltig. Sie hat seit den 1960er Jahren ein umfangreiches Werk geschaffen, das in den Bereichen Performance, Experimentalfilm, Expanded Cinema und konzeptuelle Fotografie operiert sowie sich in Objekten und Texten mit Kunstgeschichte und Feminismus auseinandersetzt. 2015 erhielt EXPORT den österreichischen Frauen-Lebenswerk-Preis sowie das Große Goldene Ehrenzeichen der Stadt Linz für Verdienste um die Kultur. Zuvor wurde ihre künstlerische Praxis mit zahlreichen weiteren Auszeichnungen gewürdigt, u. a. dem Yoko Ono Lennon Courage Award for the Arts (2014, zusammen mit Laurie Anderson, Marianne Faithfull, Gustav Metzger), dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (2005), dem Alfred-Kubin-Preis (2000), dem Oskar-Kokoschka-Preis (2000) und dem Gustav-Klimt-Preis (1998).