Natascha Sadr Haghighian. relearning bearing witness

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n.b.k. Diskurs Band 17 – Natascha Sadr Haghighian. relearning bearing witness

Herausgegeben von Marius Babias und Anna Lena Seiser, mit einer Einleitung von Brian Kuan Wood, Texten von Natascha Sadr Haghighian, einem Nachwort von Marius Babias und Anna Lena Seiser sowie einem Grußwort von Klaus Lederer.

376 Seiten, mit farb. Abb., Klappenbroschur, Englisch, 19,80 Euro / 15,00 Euro (Mitglieder), Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln 2021, ISBN 978-3-7533-0034-4


Natascha Sadr Haghighian führt die Widersprüche und Reibungsflächen visueller Repräsentation vor Augen. Die versammelten Texte, Interviews, Materialien und Abbildungen von Arbeiten der Künstlerin umfassen einen Zeitraum von rund 15 Jahren und beleuchten das fortwährende, vielschichtige Rechercheinteresse der Künstlerin an Sehtechniken und Technologien der Sichtbarmachung. Dabei schlägt sie mit „looking awry“ die Anwendung eines eigenen, subversiven Lektürecodes vor. Der seitwärts schielende Blick wird zur Methode erklärt, um ein Sehen zu beschreiben, das bewusst am Bildzentrum vorbeiführt, das den eigentlichen Bildgegenstand verzerrt, prismatisch auffächert und die Ränder in den Fokus holt. Zumeist ausgehend von eigenen phänomenologischen Beobachtungen lässt uns Sadr Haghighian in der Publikation an unterschiedlichen Anwendungen dieser Technik des Sehens und des Denkens teilhaben.

Die Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung
Natascha Sadr Haghighian. passing one loop into another. Hannah-Höch-Förderpreis 2020, 12. Juni – 31. Juli 2020. Natascha Sadr Haghighian entwickelt Installationen, Video- und Audioarbeiten sowie performative Interventionen, die die Infrastrukturen und Bedingtheiten unserer Gesellschaftsordnung offenlegen. Ausgehend von aktuellen wie historischen Ereignissen, widmet sie sich der Frage, wie unsere Handlungsspielräume, Blickstrukturen und letztlich unser Denken formiert sind. Sie zeigt die komplexen Verflechtungen und die gegenseitige Durchdringung von Technologie, Politik, Wertschöpfungssystemen und dem Biologischen auf und stellt ein anthropozentrisches Selbstverständnis infrage. 2020 wurde Natascha Sadr Haghighian vom Land Berlin mit dem Hannah-Höch-Förderpreis für herausragende künstlerische Leistungen in der Mitte ihrer Karriere gewürdigt.

Die Publikation ist zu beziehen über den Buchhandel, die Website der Buchhandlung Walther König oder im Neuen Berliner Kunstverein. Mitglieder des Neuen Berliner Kunstvereins können die Publikation im n.b.k. zum Vorzugspreis von 15,00 Euro erwerben.