Betina Kuntzsch

Moskau im August 1991Fünfzehn EinheitsstückeĿL – In Search of Ela Geminada

Betina Kuntzsch (*1963 in Berlin, lebt ebenda) arbeitet im Spannungsfeld von dokumentarischen und computergenerierten Bildern, indem sie konzeptuell verfremdete Dokumentarstücke kreiert, die sie manchmal bis auf lexikalisch wirkende Begriffsbilder verdichtet. Ihre jüngeren Arbeiten zeichnen sich durch eine spezifische Technik der Videozeichnung aus. Ausgehend von zufälligen Bildstörungen wie grobe Pixel, Glitches oder Videorastereffekte entstehen sowohl Fotografien als auch Zeichnungen auf Papier, die sie wiederum zu filigranen Bewegungsstudien animiert.

Kuntzsch macht konzeptuell verfremdete Dokumentarstücke, die sie manchmal – wie in
Fünfzehn Einheitsstücke, bis auf lexikalisch wirkende Begriffsbilder verdichtet, in denen Wort und Bild allerdings nicht sofort zusammenpassen oder eine komische Dissonanz ergeben. In ĿL – In Search of Ela Geminada finden alle diese Interessen in einem vielschichtigen, multimedialen Werk zusammen, das von einem „fliegenden Punkt“ in der katalanischen Sprache den Ausgangspunkt für freie Assoziation nimmt.