Gunter Krüger

Die Kybernetik der POIWbildkompressionen

Gunter Krüger (*1971 in Henningsdorf / Deutschland, lebt in Berlin) bearbeitet bevorzugt Film- und Fernsehmaterial, an dem er verborgene Tiefenschichten freilegt. Die Versatzstücke des bearbeiteten Materials schneidet er so zusammen, dass es stark verdichtet, komprimiert oder entzerrt wird. In jüngeren Arbeiten archiviert Krüger auch Medienfragmente, die er auf der Straße findet, wie kaputte Tonbänder und VHS-Kassetten oder auch CDs. Diese kombiniert er mit filmischen Notizen der Schauplätze.

Gunter Krüger bearbeitet bevorzugt Film- und Fernsehmaterial, an dem er verborgene Tiefenschichten freilegt. In
Die Kybernetik der POIW reichen ihm ein paar Sekunden Wochenschaumaterial von berittener Polizei der DDR, um diese Sequenz in neun Minuten rhythmisiertem Film auf ihre „zellulären“ Bestandteile zu untersuchen. In die umgekehrte Richtung hatte davor sein Projekt bildkompressionen gezielt: 24 Stunden Sendeprogramm des ZDF, verdichtet auf viereinhalb Minuten in 1.440 Bildern einer Camera Obscura.