proprio aperto


Still


2005, 00:05:56, PAL, Farbe, Ton


Die Videoarbeit proprio aperto zeigt einen Winterspaziergang durch die Giardini, ein Gelände der Biennale von Venedig, die traditionellerweise im Sommer stattfindet. Aus dem Off hört man eine ruhige Stimme, die einen kontemplativen Text spricht, der um die verlassenen Ausstellungshäuser, Gespenster und das Dasein in der Kulturhegemonie kreist. Die einzelnen unbewegten Bilder, ursprünglich Fotografien, werden hier in langsamen Schwenks abgetastet, wodurch der unterschiedliche Verfallsgrad der Länder-Pavillons der Biennale immer mehr Aufmerksamkeit erfährt. Vereinzelt sind Menschen in den Bildern zu sehen, womit die in dem Video ständig spürbare Leere kurzzeitig unterbrochen wird. Durch das Aneinanderreihen von unbespielten Ausstellungsflächen und der außersaisonalen Ruhe auf dem Gelände macht dieses kollaborative Werk Machtstrukturen, Widersprüche und Konventionen der Rezeption und Vermittlung von Kunst spürbar.